UN-Generalsekretär warnt vor steigenden Militärausgaben und fordert Prioritätenwechsel
Die Vereinten Nationen haben in ihrer Neujahrsansprache die aktuelle Lage der Welt skizziert und den Anstieg der Militärausgaben kritisiert. Der Generalsekretär Antonio Guterres betonte, dass über ein Viertel der Menschheit in konfliktbetroffenen Gebieten lebt, mehr als 200 Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigen und rund 120 Millionen Menschen aufgrund von Krieg, Krisen, Katastrophen oder Verfolgung vertrieben wurden.
Globale Militärausgaben erreichen Rekordhöhe
Guterres verwies darauf, dass die weltweiten Militärausgaben auf 2,7 Billionen US‑Dollar gestiegen sind – fast 10 Prozent mehr als im Vorjahr und damit 13‑mal höher als die gesamten Entwicklungshilfen. Er warnte, dass bei Fortsetzung des Trends die Ausgaben bis 2035 auf 6,6 Billionen US‑Dollar ansteigen könnten.
Humanitäre Bedürfnisse im Kontrast
Gegen diese Zahlen stellte der Generalsekretär die wachsenden humanitären Bedürfnisse in den Vordergrund. Er verwies auf die über 200 Millionen Menschen, die derzeit auf Hilfe angewiesen sind, und betonte, dass ein Bruchteil der Militärausgaben ausreichen würde, um weltweiten Hunger bis 2030 zu beenden.
Studien zur Umverteilung von Ressourcen
Im September 2025 veröffentlichte die UN den Bericht „The Security We Need: Rebalancing Military Spending for a Sustainable and Peaceful Future“. Laut dem Bericht könnten weniger als vier Prozent der aktuellen Militärausgaben den weltweiten Hunger beenden, etwas über zehn Prozent die vollständige Kinderimpfung finanzieren und eine Umverteilung von 15 Prozent die jährlichen Kosten für Klimaanpassungen in Entwicklungsländern decken.
Aufruf zu Prioritätenwechsel
Der Generalsekretär appellierte an die Führungsriegen weltweit, im neuen Jahr die Prioritäten zu korrigieren: mehr Investitionen in die Bekämpfung von Armut und weniger in militärische Konflikte. Er forderte die Menschen auf, ihren Teil beizutragen und gemeinsam für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Frieden zu kämpfen.
Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
Guterres schloss mit dem Hinweis, dass die kommenden Jahre entscheidend seien, um die Ressourcenverteilung nachhaltig zu verändern. Er rief die internationalen Akteure auf, bis 2026 konkrete Schritte zu planen, um die Balance zwischen Sicherheit, Entwicklung und Klimaschutz neu zu justieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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