Am 12. Oktober 2026 wurde von den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen ein politisches Deklarationsdokument zur Pandemieprävention angenommen. Die Abstimmung ergab 153 Stimmen für das Dokument, drei Gegenstimmen von Argentinien, Israel und den Vereinigten Staaten sowie zwei Enthaltungen von Neuseeland und Paraguay.
Inhalt der Erklärung
Die nicht bindende Erklärung fordert verstärkte nationale, regionale und internationale Zusammenarbeit, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen, Gerechtigkeit und den Menschenrechten orientiert. Sie begrüßt zudem die im Vorjahr angenommene WHO-Pandemievereinbarung.
Reaktion der WHO
Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte, die Erklärung zeige ein starkes Engagement der UN-Mitgliedstaaten, gemeinsam an Prävention, Vorbereitung und Reaktion auf Pandemien zu arbeiten.
Ausstehender Annex zum Pathogen‑Zugangs‑ und Nutzen‑Sharing
Die WHO‑Pandemievereinbarung kann erst zur Unterzeichnung freigegeben werden, wenn der Annex zum Pathogen‑Zugangs‑ und Nutzen‑Sharing abgeschlossen ist. Die Verhandlungen stocken wegen unterschiedlicher Positionen von Entwicklungsländern einerseits und einigen wohlhabenden europäischen Staaten sowie den Vereinigten Staaten andererseits.
Weitere Tagesordnungspunkte
Parallel zur Pandemie‑Erklärung behandelte die 193‑köpfige Versammlung Entwürfe zum UN‑Deklarationsentwurf über den Meeresspiegelanstieg sowie eine politische Erklärung zum 25‑jährigen Jubiläum der Durban‑Erklärung gegen Rassismus.
WHO‑Hub für Pandemie‑ und Epidemie‑Intelligenz
Die WHO stellte am selben Tag eine fünf‑jährige Strategie für ihr Hub für Pandemie‑ und Epidemie‑Intelligenz vor. Ziel ist es, neue Gesundheitsgefahren innerhalb von 24 Stunden zu identifizieren, um Ausbrüche frühzeitig einzudämmen.
Ausblick
Die Generalversammlung betonte, dass kein einzelner Staat die globale Bedrohung allein bewältigen könne und rief zu einer konsequenten Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen auf.
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