UN gründet unabhängiges Wissenschaftspanel zur KI‑Governance
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat am Mittwoch die Nominierung von 40 Experten für ein neu geschaffenes Independent International Scientific Panel angekündigt, das von der Generalversammlung bewertet werden soll. Die endgültige Entscheidung über die Mitgliedschaft wird voraussichtlich am 12. Februar getroffen.
Hintergrund
Guterres betonte, dass künstliche Intelligenz sich „mit Lichtgeschwindigkeit“ entwickle und dringende Regelungen erfordere. Er forderte gemeinsame Verständnisse, um wirksame Leitplanken zu schaffen, Innovationen für das Gemeinwohl zu fördern und internationale Zusammenarbeit zu stärken.
Ziele des Panels
Das Panel soll die Wissenslücke zu KI schließen, die realen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft beurteilen und evidenzbasierte Empfehlungen für eine sichere Governance erarbeiten. Es wird als erstes globales, vollständig unabhängiges wissenschaftliches Gremium seiner Art bezeichnet.
Zusammensetzung
Die Nominierungen umfassen 40 Experten, die aufgrund ihrer weltweit anerkannten Fachkompetenz ausgewählt wurden. Kriterien waren neben fachlicher Expertise auch geografische Repräsentation und geschlechtliche Ausgewogenheit. Zu den Nominierungen zählen unter anderem Sonia Livingstone, Professor an der London School of Economics, Balaraman Ravindran, Leiter der Abteilung für Data Science und KI am Indian Institute of Technology in Madras, sowie Maria Ressa, Journalist und Nobelpreisträger.
Arbeitsweise
Die Mitglieder des Panels werden Themenbereiche wie Gesundheit, Energie und Bildung vertiefend analysieren, aktuelle Forschungsergebnisse einbeziehen und ihre Erkenntnisse in regelmäßigen Berichten veröffentlichen.
Herausforderungen
Angesichts unterschiedlicher regulatorischer Ansätze und geopolitischer Spannungen könnte die Konsensfindung schwierig werden. Amandeep Gill, Sondergesandter des Generalsekretärs für Technologie, verwies darauf, dass Wissenschaftler bereits während des Kalten Krieges erfolgreich zusammengearbeitet haben.
Zeitplan
Nach der Abstimmung durch die Generalversammlung am 12. Februar soll das Panel im Sommer seine erste Ergebnisstudie vorlegen, die bis Juli fertiggestellt werden soll.
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