Der UN‑Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk forderte am 4. Juni 2026 verstärkte Schutzmaßnahmen für Umwelt‑ und Landverteidiger, nachdem sein Amt fast 600 Fälle von Tötungen, Verschwinden oder Inhaftierung in den letzten drei Jahren dokumentiert habe.
Erhöhte Bedrohungen für Umweltaktivisten
In einer Rede beim ersten europäischen Forum für Umwelt‑Menschenrechtsverteidiger in Straßburg wies er darauf hin, dass der Kontinent sich doppelt so schnell erwärmt wie der globale Mittelwert, was zu häufigeren Überschwemmungen, schmelzenden Gletschern und intensiven Hitzewellen führe.
Schlechte Luftqualität und degradierte Lebensräume
Der Hochkommissar zitierte aktuelle Daten, wonach 95 % der Stadtbewohner in Europa unsichere Luft atmen und mehr als 80 % der natürlichen Lebensräume in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand seien.
Repressive Gesetzgebung
Trotz ambitionierter Klimaziele haben mehrere europäische Länder neue Gesetze verabschiedet, die friedliche Proteste kriminalisieren und Aktivisten unter Terror‑ und Organisierter‑Kriminalitäts‑Gesetze stellen, was er als „schockierend“ bezeichnete.
Appell an Regierungen
Türk forderte alle Regierungen auf, die Sicherheit von Umweltverteidigern zu gewährleisten, Gerichtsentscheidungen zu respektieren und ein stärkeres regionales Schutzsystem zu etablieren, das Verantwortlichkeiten für Missbrauch klar zuweist.
Weltumwelttag und globale Kampagne
Am Vorabend des Weltumwelttages am 5. Juni betonte die UN‑Umweltagentur (UNEP) die Dringlichkeit, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, und startete die „Get low for climate“‑Challenge, bei der Menschen weltweit zu einem Tanzaufruf aufgerufen werden.
Prominente UnterstĂĽtzung
Der brasilianische DJ Alok stellte für die Kampagne seinen Hit „Deep Down“ zur Verfügung, während Schauspieler Jason Momoa, UN‑Botschafter für das Leben unter Wasser, die Initiative öffentlich unterstützte.
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