Kernfeststellung
Die UN‑Unabhängige Internationale Kommission für Untersuchung des besetzten palästinensischen Gebiets hat in ihrem aktuellen Bericht festgestellt, dass israelische Sicherheitskräfte gezielt palästinensische Kinder in Gaza und im Westjordanland angegriffen haben, was zu einer hohen Zahl von Toten und Verletzten geführt habe.
Hintergrund des Konflikts
Der Untersuchungszeitraum beginnt nach der Hamas‑Invasion Israels Ende 2023, bei der 1.200 Menschen starben und 250 als Geiseln genommen wurden, und umfasst den darauf folgenden Krieg, der bis heute mehr als 70.000 Palästinenser getötet hat.
Zahlen und Opfer
Laut Kommissionsvorlage wurden seit dem 7. Oktober 2023 insgesamt 20.000 Kinder getötet und 44.000 weitere verletzt. Die Zahlen beziehen sich auf das gesamte besetzte Gebiet, einschließlich Ostjerusalem.
Weitere Menschenrechtsverletzungen
Der Bericht dokumentiert zudem die Inhaftierung und Folter von Kindern, den Einsatz sexueller Gewalt, die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen wie Neonatal- und Entbindungskliniken sowie die Durchsetzung einer Blockade, die zu Hunger und weiteren Todesfällen geführt habe.
Einzelne Zeugenaussagen
Ein von Kommissar Chris Sidoti zitierter Fall beschreibt, wie ein 14‑jähriger Junge von einer israelischen Militärpatrouille erschossen wurde, während keine Kampfhandlungen in der Umgebung stattfanden. Der Junge wurde nach dem Schuss 45 Minuten lang von Soldaten umgeben, während er blutete.
Langfristige Folgen
Der Vorsitzende der Kommission, Srinivasan Muralidhar, betonte, dass die Zerstörung von Gesundheit, Bildung und sozialer Entwicklung bei Kindern zu einer dauerhaften, intergenerationalen Traumatisierung führe, die nicht über Nacht geheilt werden könne.
Empfehlungen der Kommission
Die Kommission fordert Israel auf, alle Verstöße gegen Kinder zu beenden, die Besetzung des Westjordanlands einschließlich Ostjerusalem zu beenden und internationale Rechtsnormen einzuhalten. Zudem wird die internationale Gemeinschaft aufgefordert, für Rechenschaft und Zugang zu Gerechtigkeit für die Opfer zu sorgen.
Entstehung der Kommission
Die Kommission wurde 2021 vom UN‑Menschenrechtsrat eingerichtet, um seit dem 13. April 2021 mutmaßliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und Menschenrechte im besetzten palästinensischen Gebiet zu untersuchen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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