Die Vereinten Nationen haben mehrere humanitäre Krisen gleichzeitig hervorgehoben: Der UN-Menschenrechtschef Volker Türk verurteilte die anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine, ein UN-Mitarbeiter wurde im Gazastreifen getötet, und der tropische Zyklon Gezani hat in Madagaskar erhebliche Schäden verursacht.
Russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur
Volker Türk bezeichnete die Angriffe als „fortwährende Bombardierung“ und wies darauf hin, dass großangelegte Angriffe auf zivile Energieanlagen nach internationalem Recht verboten seien. In den Städten Kiew, Dnipro und Odessa wurden über Nacht Strom- und Heizungsnetze beschädigt, wodurch fast 8.800 Mehrfamilienhäuser ohne Heizung bleiben. Die Temperaturen in Charkiw könnten bis zu minus 10 °C fallen, was besonders ältere Menschen und Familien mit Kindern vor erhebliche Risiken stellt.
Verlust von UN-Mitarbeitern im Gazastreifen
Ein UN-Mitarbeiter der UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) wurde bei israelischen Luftangriffen in Gaza getötet. Seit Beginn des Konflikts sind nach Angaben von UNRWA 391 Mitarbeiter und Partner ums Leben gekommen. Zusätzlich wurden mehrere UN-Schulen, darunter eine in Jabalia, von israelischen Streitkräften demontiert, was die humanitäre Lage weiter verschärft.
Tropischer Zyklon Gezani in Madagaskar
Der Zyklon Gezani traf am 10. Februar Madagaskar mit Windgeschwindigkeiten über 195 km/h. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben, 35 wurden verletzt und über 250 000 Personen sind von den Folgen betroffen. Rund 7 000 Menschen wurden vertrieben, mehr als 65 000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört, und etwa 600 Klassenzimmer sind unbrauchbar.
Humanitäre Reaktionen der Vereinten Nationen
Das Internationale Amt für Migration (IOM) hat Notfallteams nach Toamasina entsandt, um Familien in 28 Evakuierungszentren zu unterstützen. Die madagassische Regierung hat den Ausnahmezustand erklärt. Ein Fonds von 3 Millionen US‑Dollar aus dem UN-Zentralen Notfallfonds soll über 90 000 Menschen helfen, während weitere Spenden für die Nothilfe bereitgestellt werden.
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