Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch mehrere humanitäre Entwicklungen veröffentlicht, darunter ein Winterhilfe‑Plan für die Ukraine, aktuelle Drohnenangriffe im Sudan, anhaltende Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo sowie neue Erkenntnisse zu neurologischen Erkrankungen in Nord‑ und Südamerika.
Winterhilfe für die Ukraine
Das UN‑Büro in der Ukraine teilte mit, dass seine Partner für die kommende Wintersaison 358,4 Millionen Dollar benötigen, um 2,1 Millionen Menschen mit Heizungsunterstützung, Reparatur von Unterkünften, Gesundheits‑ und Schutzleistungen sowie Nahrungs‑ und Geldhilfe zu versorgen. Matthias Schmale, humanitärer Koordinator, verwies darauf, dass Energieangriffe im Vorjahr Familien tagelang ohne Wärme, Strom und Wasser zurückgelassen haben.
Drohneneinschläge im Sudan
Zwischen Montag und Dienstag wurden laut UNICEF mindestens 27 Zivilisten durch zwei Drohnenangriffe der Rapid Support Forces (RSF) getötet und mehrere Dutzend verletzt. Der erste Angriff traf einen Markt in Ar Rahad, Nord‑Kordofan; der zweite zerstörte eine wichtige Wasserquelle in der Region Tina, Nord‑Darfur. UNICEF‑Vertreter Sheldon Yett betonte, dass Märkte keine Orte des Todes sein dürften.
Gewalt im Osten der DR Kongo
Im Beni‑Gebiet der Demokratischen Republik Kongo wurden zwischen dem 13. und 19. Juli mindestens 30 Personen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Aufgrund der Unsicherheit stellten sechs humanitäre Organisationen ihre Aktivitäten ein. UN‑Sprecher Stéphane Dujarric wies darauf hin, dass die anhaltenden Kämpfe zwischen den kongolesischen Sicherheitskräften und der M23‑Rebellengruppe den Zugang zu Hilfsmaßnahmen und die Bekämpfung des Ebola‑Ausbruchs erschweren.
Ebola‑Ausbreitung in der DR Kongo
Die nationalen Gesundheitsbehörden meldeten 2 473 bestätigte Ebola‑Fälle in den Provinzen Ituri, Nord‑Kivu, Süd‑Kivu, Haut‑Uele und Tshopo. Die UN arbeitet mit Partnern an verstärkter Überwachung, Labor‑Tests, Behandlung und Gemeinschaftsarbeit, während UN‑Friedenssicherungskräfte Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen abwehren.
Neurologische Erkrankungen in den Amerikas
Eine Studie der Pan‑American Health Organization, einer Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation, ergab, dass fast 470 Millionen Menschen in Nord‑ und Südamerika mindestens eine neurologische Erkrankung besitzen – das entspricht rund zwei von fünf Personen. Die häufigsten Erkrankungen sind Migräne, Schlaganfall, Epilepsie und Alzheimer. Trotz sinkender altersadjustierter Sterberaten seit 1990 gibt es erhebliche Unterschiede im Zugang zu Versorgung, wobei Haiti, Guyana und Suriname die höchste Belastung aufweisen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung