UN: UN-Bericht zu zivilen Opfern in Afghanistan, Menschenrechtsverletzungen im DR Kongo und Vertreibung im Gazastreifen
Die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) hat am 29. Juni 2026 bestätigte Angaben zu mindestens 28 getöteten und 49 verletzten Zivilisten nach Luftangriffen in den Provinzen Paktya, Paktika und Kunar veröffentlicht. Die Angriffe ereigneten sich am Sonntagabend gegen 23.30 Uhr lokaler Zeit, wobei die meisten Opfer in Chamkani (Paktya) und Gyan (Paktika) zu verzeichnen waren.
Zivile Opfer in Afghanistan
Nach Angaben von UNAMA wurden in Chamkani, Paktya, 22 Zivilisten getötet und 47 verletzt; in Gyan, Paktika, kamen sechs Zivilisten ums Leben; ein dritter Luftangriff in Marawara, Kunar, verletzte zwei Kinder. Die Mission betonte, dass die Zahlen vorläufig seien und sich durch weitere Behandlungen in Krankenhäusern erhöhen könnten.
Reaktionen der UN
UN‑Generalsekretär António Guterres forderte am Montag ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten und erinnerte alle Konfliktparteien an ihre Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht. UN‑Sprecher Stéphane Dujarric betonte, dass Zivilisten und zivile Infrastruktur jederzeit geschützt werden müssen, und sprach sein Beileid den Familien der Opfer aus.
Menschenrechtslage im DR Kongo
Die Kommission für Untersuchung in Nord‑ und Süd‑Kivu berichtete dem Menschenrechtsrat von anhaltenden Verstößen, darunter sexuelle Gewalt, rechtswidrige Tötungen und die Rekrutierung von Kindern durch bewaffnete Gruppen. Leiter der Untersuchung Arnauld Akodjenou erklärte, dass die Situation „mehr als Besorgnis erfordert“ und rief zu intensiver, unabhängiger Untersuchung sowie zu ungehinderter humanitärer Hilfe auf.
Ebola‑Ausbruch und humanitäre Notlage
Gleichzeitig verschärfte ein Ebola‑Ausbruch die humanitäre Krise im Osten des DR Kongo. Akodjenou forderte die Konfliktparteien auf, humanitären Helfern sicheren Zugang zu den betroffenen Gemeinden zu gewähren.
Vertreibung im Gazastreifen
Im Gazastreifen wurde ein Teenager durch Splitter getötet, obwohl ein Waffenstillstand zwischen Hamas und israelischen Streitkräften bestand. UNICEF‑Sprecherin Louise Wateridge schilderte die anhaltende Notlage von Kindern, die seit über zweieinhalb Jahren mit Vertreibung, Hunger und Krankheiten konfrontiert sind.
Einschränkungen humanitärer Hilfe
Das UN‑Hilfskoordinationsbüro OCHA berichtete, dass Israel die „Gelbe Linie“ weiter nach Osten verschoben habe, wodurch mehr als 20 Familien in Deir al‑Balah und über ein Dutzend Familien in Gaza‑Stadt vertrieben wurden. Die Koordination aller Hilfsbewegungen mit den israelischen Behörden erhöhe die Kosten und verzögere die Versorgung, was laut UN‑Sprecher Dujarric die Effektivität der Hilfe erheblich beeinträchtige.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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