UN meldet zivile Opfer in Sudan, Ukraine und drohende Nahrungsmittelknappheit in Äthiopien
Die Vereinten Nationen haben am Montag mehrere zivile Opfer in Sudan und der Ukraine gemeldet und warnten vor einer Verschärfung der humanitären Lage in Äthiopien. UN‑Sprecher Stéphane Dujarric betonte die Dringlichkeit des Schutzes von Zivilisten und den ununterbrochenen Zugang humanitärer Hilfe.
Sudan: Zivile Verluste durch Drohnenangriffe
In Nord‑Darfur kam es am 3. Januar zu Drohnenangriffen, bei denen Zivilisten in den Dörfern Al‑Zurq und Ghurair, darunter ein Markt und eine medizinische Klinik, getroffen wurden. In West‑Darfur wurde am Samstag ein Zivilist bei zwei Drohnenangriffen in der Nähe von Kulbus getötet, und mehr als 600 Menschen wurden vertrieben. Im Süden, im Bundesstaat Kordofan, führten mehrere Angriffe zwischen dem 1. und 3. Januar in Dilling zu zivilen Todesopfern und Verletzten; die Bevölkerung sei weiterhin von humanitärer Hilfe abgeschnitten.
Ukraine: Angriffe gefährden Zivilbevölkerung
In der ukrainischen Stadt Charkiw wurde am vergangenen Freitag ein Hochhaus von russischen Kräften getroffen, wobei sechs Bewohner, darunter eine Mutter und ein Kind, ums Leben kamen. Dutzende weitere wurden verletzt und viele Menschen standen ohne Wärme, Strom, Wasser und Gas da. OCHA‑Leiter Maka Khazalia wies darauf hin, dass weitere Angriffe das Risiko für Zivilisten erhöhen und die Zerstörung von Wohngebieten voran gehe. Zusätzlich berichteten UN‑Partner von Angriffen in den Regionen Tschernihiw, Donezk, Cherson und Mykolajiw, die zu zivilen Opfern und Ausfällen kritischer Infrastruktur führten. Am 2. Januar ordneten die Behörden die Evakuierung von über 3 000 Kindern und ihren Familien aus Frontgebieten in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja an.
Äthiopien: Flüchtlingshilfe an Finanzierungsgrenze
Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnte, dass mehr als 1,1 Millionen Menschen in Äthiopien Gefahr laufen, innerhalb weniger Wochen ohne Nahrung, Wasser und Gesundheitsversorgung zu bleiben, weil die Finanzierung für humanitäre Hilfe ausbleibe. Äthiopien ist das zweitgrößte Aufnahmeland für Flüchtlinge in Afrika; seit Mai 2023 wurden die Nahrungsrationen von 60 % auf 40 % gekürzt. Die WFP‑Kommunikationsleiterin Claire Nevill forderte dringend zusätzliche Mittel, um langfristige Lösungen für die betroffenen Flüchtlinge zu ermöglichen, darunter Arbeitsplätze und nachhaltige Projekte.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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