Kernergebnis
Das Büro des UN-Menschenrechts (OHCHR) hat bestätigt, dass polizeiliches Personal im Gazastreifen seit Beginn des Konflikts am 7. Oktober 2023 wiederholt durch israelische Angriffe getötet wurde. Nach Angaben des Büros wurden seit Januar 2026 mindestens zwölf Angriffe registriert, bei denen über 53 Zivilpersonen, darunter 35 Polizisten, ums Leben kamen.
Hintergrund der Gewalt
Die Angriffe erfolgten laut OHCHR in Situationen, in denen Polizisten den Verkehr regelten, Straßen patrouillierten oder in belebten Märkten präsent waren. Das Büro bezeichnet diese Vorgänge als „systematisches Targeting“ öffentlicher Institutionen und warnt vor einem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung im Gazastreifen.
Statistische Ăśbersicht
Seit Januar 2026 wurden vier Angriffe im Mai allein verzeichnet, die zwölf Polizeikräfte forderten. Insgesamt wurden seit Beginn des Jahres 2026 mindestens 35 Polizisten, fünf Jungen und eine Frau getötet. Die übrigen Opfer waren Zivilisten, die sich zum Zeitpunkt der Angriffe in der Nähe befanden.
Beispielhafte Vorfälle
Zu den dokumentierten Vorfällen zählen ein Angriff am 23. Mai auf einen Polizeikontrollpunkt in Al‑Tawam, Gaza‑Stadt, bei dem fünf Polizisten und zwei weitere Personen, darunter ein Junge, ums Leben kamen; ein Drohnenangriff am 24. April 2026 auf ein Polizeifahrzeug im Al‑Mawasi‑Camp, westlich von Khan Younis, bei dem vier Polizeikräfte und vier Zivilisten, darunter ein neunjähriger Junge, getötet wurden; sowie ein Luftangriff am 31. Januar 2026 auf die Polizeistation Ash‑Sheikh‑Radwan in Gaza‑Stadt, bei dem elf Personen, darunter fünf Polizisten und ein Junge, starben.
Humanitäre Lage
Die UN‑Hilfsorganisation OCHA berichtet, dass mehr als 1,9 Millionen Palästinenser von den 2,4 Millionen Einwohnern des Gazastreifens seit Beginn des Krieges vertrieben wurden. Etwa 1,2 Millionen Menschen haben ihre Wohnungen verloren, während die Zerstörung der Infrastruktur weiter voranschreitet.
Stellungnahmen des UN-BĂĽros
Mayy El Sheikh, Sprecherin des OHCHR im besetzten palästinensischen Gebiet, betonte, dass Israel als Besatzungsmacht nach internationalem Recht die Pflicht habe, die zivile Ordnung zu schützen. Sie erklärte, dass Angriffe auf Polizeikräfte, die nicht aktiv an Kampfhandlungen teilnehmen, als Kriegsverbrechen eingestuft werden könnten. Ajith Sunghay, Leiter des OHCHR vor Ort, fügte hinzu, dass nach fast acht Monaten seit der Ankündigung eines Waffenstillstands keine Anzeichen einer De‑eskalation erkennbar seien.
Ausblick
Das UN‑Menschenrechtsbüro fordert eine sofortige Beendigung der Angriffe auf zivile Sicherheitskräfte und appelliert an alle Konfliktparteien, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren, um die weitere Verschärfung der humanitären Krise zu verhindern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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