UN: UN-Menschenrechtsbüro fordert Freilassung von zwei Aktivisten der Global Sumud Flotilla
Hintergrund der Festnahme
Am 30. April 2026 wurden die Aktivisten Saif Abukeshek und Thiago de Avila von israelischen Kräften in internationalen Gewässern abgefangen und nach Israel gebracht. Dort werden sie seitdem ohne Anklage festgehalten; ein israelisches Gericht in Ashkelon hat die Haft bis zum kommenden Sonntag verlängert.
Reaktion des UN-Menschenrechtsbüros
In einer Erklärung aus Genf forderte der Sprecher des Hochkommissariats für Menschenrechte, Thameen Al‑Kheetan, die sofortige und bedingungslose Freilassung der beiden Männer. Er betonte, dass Solidarität mit den Palästinensern und die Bemühung, humanitäre Hilfe nach Gaza zu bringen, „kein Verbrechen“ sei.
Die Global Sumud Flotilla
Die Global Sumud Flotilla ist ein zivilgesellschaftliches Projekt, das versucht, Hilfsgüter per See nach Gaza zu transportieren. Das Vorhaben umfasst fast 60 Schiffe aus Spanien, Frankreich und Italien. Die Flotte wurde kurz nach dem Aufbruch vor der griechischen Küste von israelischen Streitkräften gestoppt.
Vorwürfe von Misshandlung
Al‑Kheetan wies auf „verstörende Berichte über schwere Misshandlungen“ der beiden Aktivisten hin und verlangte, dass diese Vorfälle untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Forderungen an Israel
Das UN‑Büro kritisierte die Anwendung vager Terrorismus‑Gesetze und forderte ein Ende der willkürlichen Inhaftierung. Weiterhin wurde ein umfassenderer Zugang zu humanitärer Hilfe für die Bevölkerung in Gaza gefordert, einschließlich der Aufhebung der Blockade und der Ermöglichung ausreichender Lieferungen von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Gütern.
Internationale Reaktionen
Die Erklärung des UN‑Menschenrechtsbüros erfolgte vor dem Hintergrund wachsender internationaler Besorgnis über die humanitäre Lage in Gaza, die nach monatelangen Konflikten und einer anhaltenden Blockade von akuter Lebensmittel- und Medikamentenknappheit geprägt ist.
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