UN: UN‑Menschenrechtschef fordert Aufhebung US‑Sanktionen gegen Kuba
Warnung des UN‑Menschenrechtschefs
Der UN‑Menschenrechtschef Volker Türk hat am 8. Juni 2026 die unmittelbaren Folgen der US‑Sanktionen für die kubanische Bevölkerung betont und ein sofortiges Ende der Beschränkungen gefordert. Er verwies darauf, dass Ärzte keinen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten haben und dadurch Kinder sterben.
Auswirkungen der Treibstoffrestriktionen
Seit Anfang 2026 gelten restriktive Treibstoffquoten, die zusammen mit den jüngsten extraterritorialen Sanktionen die Versorgung mit Energie stark einschränken. Die Folge seien tägliche Stromausfälle von bis zu 20 Stunden, die kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Wasseraufbereitungssysteme lahmlegen.
Gesundheitsstatistiken
Laut dem Amt für Menschenrechte der Vereinten Nationen hat sich die Säuglingssterblichkeit auf 9,9 pro 1.000 Geburten verdoppelt. Die Überlebensrate von Krebspatienten im Kindesalter sank von 85 % auf 65 %. Zudem sei die Verfügbarkeit von essentiellen Medikamenten auf rund 30 % des Normalbestands gefallen.
Ernährungs- und Versorgungslage
Durch die Treibstoffknappheit habe die landwirtschaftliche Produktion um 60 % nachgelassen, während die Preise für Grundnahrungsmittel stark gestiegen seien. Der Mangel an zuverlässiger Energie erschwere die Verarbeitung und den Transport von Lebensmitteln erheblich.
Rechtliche Bewertung der Sanktionen
Türk bezeichnete die breit angelegten Sanktionen als „indiskret und hart“ und erklärte sie für unvereinbar mit den Grundprinzipien des internationalen Menschenrechtsrechts. Er betonte, dass Sanktionen, die ganze Wirtschaftssektoren treffen und die Zivilbevölkerung stark belasten, rechtlich problematisch seien.
Humanitäre Lieferketten unter Druck
Private Unternehmen setzten freiwillige Beschränkungen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, was die Lieferketten weiter verzögerte. Der Ausfall von Schiffsunternehmen habe bereits mehr als 2.900 metrische Tonnen humanitärer Lebensmittel vom Zielort abgehalten.
Aufruf an Unternehmen und kubanische Behörden
Der UN‑Chef forderte Unternehmen auf, pauschale Abbrüche zu vermeiden und die UN‑Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu beachten. Gleichzeitig rief er die kubanische Regierung dazu auf, Zivilfreiheiten zu wahren und willkürlich Festgehaltene freizulassen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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