Drohneneinsätze in El Obeid
Der UN-Menschenrechtschef Volker Türk berichtete am 3. Juli 2026, dass in den vergangenen drei Wochen 15 Drohnenangriffe auf die Stadt El Obeid und das Umland verübt wurden. Die Angriffe haben nach Angaben seiner Stelle mindestens 45 Zivilisten getötet und richteten sich wiederholt gegen Märkte, Schulen, Tankstellen, Wasserinfrastruktur und zivile Fahrzeuge.
Humanitäre Lage
El Obeid, die Hauptstadt von Nord‑Kordofan, beherbergt mehr als 500 000 Einwohner sowie rund 100 000 intern Vertriebene. Die wiederholten Angriffe haben die Strom- und Wasserversorgung stark beeinträchtigt und die medizinische Versorgung in Krankenhäusern erschwert.
Flucht und Angst
Mona Rishmawi von der unabhängigen internationalen Faktenfindungsmission für Sudan schilderte, dass Angst in der Bevölkerung allgegenwärtig sei. Der UN-Flüchtlingsorganisation IOM meldete, dass die Zahl der neu Vertriebenen im Kordofan in drei Monaten um fast zwei Drittel gestiegen sei, bei durchschnittlich einem größeren Vorfall alle zwei bis drei Tage.
Hintergrund des Konflikts
Der bewaffnete Konflikt zwischen den Sudanese Armed Forces (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) entbrannte 2023 und hat seitdem über 13 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Die anhaltenden Kämpfe haben Millionen Menschen an den Rand einer Hungersnot gebracht und den humanitären Zugang stark eingeschränkt.
Internationale Reaktionen
Türk forderte die Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats auf, ihre Verantwortung zur Verhinderung von Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung wahrzunehmen, und verwies auf frühere Vorschläge, das Vetorecht im Sicherheitsrat zu begrenzen. Er begrüßte zudem das fortgesetzte Engagement des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) zur Verfolgung von Kriegsverbrechen.
Lokaler Widerstand
Der sudanesische Vertreter Salim Ahmed Ibrahim betonte in einer Rede im
Ende der Uebertragung