Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die USA aufgefordert, ihre Einwanderungs- und Sicherheitsmaßnahmen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft grundlegend zu überdenken, weil bereits jetzt Fälle von Rassenprofilierung, intensiver Überwachung und harter Durchsetzung von Einreisebestimmungen dokumentiert wurden.
Aufruf zu einem sicheren und würdevollen Turnier
Türk betonte, dass Großveranstaltungen ein Zeichen von Einheit und Frieden sein sollten. Er verwies darauf, dass die Tradition aus dem antiken Griechenland Friedensschlüsse während sportlicher Wettkämpfe vorsah und dass das aktuelle Turnier ein Umfeld bieten müsse, das sowohl für Spieler als auch für Fans sicher und respektvoll ist.
Konkrete Vorfälle an US-Grenzen
Unter den gemeldeten Vorfällen befindet sich die Verlegung des Trainingslagers der iranischen Nationalmannschaft von Arizona nach Mexiko, nachdem einige iranische Funktionäre Visa verweigert wurden. Ein FIFA‑akkreditierter somalischer Schiedsrichter wurde bei der Einreise abgewiesen, und ein senegalesischer Spieler wurde am Flughafen von Sicherheitskräften durchsucht.
Fans ebenfalls betroffen
Unterstützer aus Marokko und Schottland berichteten, dass ihnen kurz vor der Abreise Einreisedokumente verweigert oder zurückgezogen wurden, obwohl sie bereits teure Reisekosten getragen hatten.
Breitere Menschenrechtsbedenken
Türk warnte, dass diese Einzelfälle ein größeres Problem im Umgang mit Einwanderungs- und Sicherheitsmaßnahmen verdeutlichen. Er forderte Politiken, die die Menschenwürde wahren und die Grundrechte während eines globalen Ereignisses schützen.
Aufruf zum Ende der Entmenschlichung
Der Hochkommissar appellierte an die Beendigung der Entmenschlichung von Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden und kritisierte polarisierende Narrative, die weder den Spielern noch den Zuschauern zugutekämen.
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