UN‑Menschenrechtskommissar Türk startet $400‑Millionen‑Aufruf
UN: UN‑Menschenrechtskommissar Türk startet $400‑Millionen‑Aufruf
Aufruf und Kontext
Am 5. Februar 2026 hat Volker Türk, UN‑Menschenrechtskommissar, in Genf einen freiwilligen Aufruf über 400 Millionen US‑Dollar für das Jahr 2026 gestartet. Er betonte, dass die wachsenden Krisen ein funktionierendes Menschenrechtssystem unverzichtbar machen.
Leistungen des OHCHR 2025
Im Jahr 2025 beobachteten Mitarbeitende des Büros des Hohen Kommissars in 87 Ländern mehr als 1 300 Gerichtsverfahren, unterstützten 67 000 Überlebende von Folter, dokumentierten Zehntausende von Menschenrechtsverletzungen und trugen zur Freilassung von über 4 000 Personen aus willkürlicher Haft bei.
Konkrete Projekte
Die Menschenrechtsmonitoring‑Mission in der Ukraine hat seit 2014 eine umfassende Zivilopferstatistik geführt. In Sudan unterstützt das Büro Überlebende sexueller Gewalt, während in Djibouti eine Analyse des Gesundheitsbudgets im Hinblick auf Menschenrechte durchgeführt wurde.
Finanzielle Engpässe
Das reguläre Budget des OHCHR betrug 2025 224,3 Millionen US‑Dollar – zehn Prozent weniger als im Vorjahr – und das Büro arbeitet derzeit im „Survival Mode“.
Auswirkungen auf Schutzbereiche
Wegen knapper Mittel wurde die Präsenz in 17 Ländern eingestellt, Programme für gefährdete Gemeinschaften, darunter indigene Völker, wurden gestrichen; rund 300 von 2 000 Mitarbeitenden wurden entlassen. Die Kürzungen betreffen zudem den Schutz von Journalisten und Menschenrechtsverteidigern, was laut dem Kommissar zu verstärkter Überwachung und Repression führen könne.
Forderung an Förderpartner
Der Kommissar appellierte an die 113 Förderpartner – Regierungen, multilaterale Geldgeber und private Akteure – die freiwilligen Beiträge zu erhöhen, um die Arbeit schnell und ungebunden finanzieren zu können.
Strategische Ausrichtung 2026
Für 2026 plant das OHCHR, ambitionierter, agiler und kreativer zu arbeiten, um stabile Gemeinschaften zu fördern, das Vertrauen in Institutionen zu stärken und langfristigen Frieden zu unterstützen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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