UN: UN-Mission verurteilt Angriffe in Warrap, Südsudan – über 60 Tote, Friedenspatrouillen angekündigt
Angriffe und Opfer
Mehr als 60 Zivilisten wurden bei den am 11. August 2026 in zwei Gemeinden des Kreises Tonj North im Bundesstaat Warrap gemordet, weitere 50 wurden verletzt. Die Angriffe ereigneten sich nahezu gleichzeitig und lösten eine massive Vertreibung aus.
Ausmaß der Zerstörung
Bei den Vorfällen kam es zu umfangreichen Plünderungen, insbesondere an Viehbeständen, und zur Zerstörung von Häusern und Infrastruktur. Die betroffenen Gemeinden berichteten von der vollständigen Brandrodung ihrer Unterkünfte.
Stellungnahme der UN-Mission
Graham Maitland, amtierender Leiter von UNMISS, wies darauf hin, dass interkommunale Gewalt bereits stark verwundbare Gemeinschaften belastet und das Risiko von Vergeltungsangriffen erhöhe.
Reaktion der UNMISS
Die Mission entsandte eine langfristige Friedenssicherungspatrouille, um die Sicherheitslage zu bewerten, Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen und weitere Gewaltausbrüche zu verhindern. Die „Blauen Helme“ sollen zudem mit lokalen Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichkeit zu stärken.
Erweiterte Einsätze im Upper Nile
Parallel dazu wurden Patrouillen in Teilen des östlichen Bundesstaates Upper Nile verstärkt, wo Rückkehrer nach heftigen Zusammenstößen zwischen Regierungs- und Oppositionsgruppen ihre Dörfer wieder besiedeln.
Humanitäre Lage vor Ort
Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast des Konflikts. In Udier, einem Dorf im betroffenen Gebiet, leben nun über 36 000 Vertriebene. Frau Thabitha Nyitapo, Leiterin der Frauengemeinschaft, berichtete, dass die Bewohner nur noch aus einem einzigen Brunnen Wasser schöpfen können und schwangere Frauen keinen sicheren Ort für die Entbindung haben.
Versorgungsengpässe
Der Kommissar des Dorfes, Wochan Wuordol, erklärte, dass sämtliche Einrichtungen – von Krankenhausbetten bis zu Schulmaterial – geplündert wurden und keine funktionierenden Einrichtungen mehr vorhanden seien.
Ziele der Friedensmission
William Jial, Zivildienstbeamter von UNMISS, betonte, dass das vorrangige Ziel sei, Zivilisten zu schützen, Spannungen zu reduzieren und den ungehinderten Zugang humanitärer Hilfe sicherzustellen, ungeachtet politischer Differenzen.
Ausblick
UNMISS bleibt im Dialog mit lokalen und nationalen Behörden, fordert verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und fordert die Verantwortlichen zur Rechenschaft. Die Mission wird ihre Präsenz weiter ausbauen, um die Stabilität in den betroffenen Regionen zu fördern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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