UN: UN‑Monitore melden weiter steigende zivile Verluste und wachsende Fluchtproblematik in der Ukraine

Die humanitäre Lage in der Ukraine verschlechtert sich weiter, wie die UN‑Menschenrechtsmonitoring‑Mission (HRMMU) am 16. Februar 2026 mitgeteilt hat. Laut Bericht haben sich Energieangriffe und anhaltende Minus‑Temperaturen negativ auf die Rückkehr von Vertriebenen ausgewirkt, während die Zahl der zivilen Opfer im vergangenen Jahr deutlich gestiegen ist.

Steigende zivile Verluste

Im Jahr 2025 lag die Zahl der zivilen Opfer um 31 % über dem Niveau von 2024 und um 70 % über dem von 2023. Seit Kriegsbeginn wurden über 15 000 Zivilisten getötet. „Mehr Menschen werden jedes Jahr getötet und verletzt“, betonte Danielle Bell, Leiterin der UN‑Human‑Rights‑Monitoring‑Mission in der Ukraine.

Verstöße gegen humanitäres Recht

Der Bericht weist auf anhaltende schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht hin, darunter systematischer Einsatz von Folter, sexuelle Gewalt und Hinrichtungen von ukrainischen Soldaten und Zivilisten. Bell erklärte: „Wir sehen praktisch keinerlei Anstrengungen, solche Verstöße zu verhindern oder die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.“

Energieangriffe und Vertreibungsdruck

Durch anhaltende Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben 4,4 Millionen Rückkehrer seit Kriegsbeginn ihre Heimat wieder betreten, doch im Winter 2025/2026 wurden die Fortschritte durch erneute Angriffe behindert. Laut dem Internationalen Flüchtlingsorganisation (IOM) bleiben 3,7 Millionen Menschen weiterhin vertrieben, und fast 400 000 Rückkehrer leben weiterhin innerhalb der Ukraine ohne feste Unterkunft.

Humanitäre Bedürfnisse und Reaktionen

In den Frontregionen überstiegen die unerfüllten Bedürfnisse 90 % und mehr als 300 000 Rückkehrer planen, innerhalb von drei Monaten erneut zu fliehen. IOM‑Generaldirektorin Amy Pope warnte: „Nach vier Jahren Krieg reicht Resilienz allein nicht aus, um Familien durch einen weiteren Winter mit Blackouts und Kälte zu tragen.“ Die IOM unterstützt seit 2022 bis zu 6,9 Millionen Menschen im Land und fordert die internationale Gemeinschaft auf, Winterisolation, Wohnungsreparaturen, Existenzsicherungs‑ und psychosoziale Dienste auszubauen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.

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