Hintergrund der Verhaftungen
Am 9. Juni wurden in der afghanischen Stadt Herat mindestens 30 Personen von den de‑facto‑Behörden festgenommen. Die Festnahmen erfolgten angeblich wegen Verstößen gegen Vorschriften, die das Tragen einer Burka oder eines Chadors mit Gesichtsmaske sowie das Verbot von Parfüm vorschreiben.
Reaktion der UN-Organisationen
UN Women äußerte am Donnerstag eine „schwere Besorgnis“ über die Ereignisse und betonte, dass die Inhaftierung von Personen in Afghanistan ein erhebliches Stigma erzeugt, das das Risiko von Gewalt und sozialer Isolation erhöht. Der UN-Vertreter für Menschenrechte in Afghanistan, Georgette Gagnon, wies darauf hin, dass viele Betroffene bereits wieder freigelassen wurden, die Angst jedoch weiterhin besteht.
Berichte über Gewalteinsatz
Laut unabhängigen Menschenrechtsexperten, die vom UN-Menschenrechtsrat berufen wurden, setzten die Sicherheitskräfte der de‑facto‑Behörde Schusswaffen gegen Demonstranten ein, darunter Männer, Frauen und Kinder. Mindestens zwei Personen, darunter ein Junge, kamen dabei ums Leben, über 20 weitere wurden verletzt.
Internationale Rechtsaufforderungen
Die Experten betonten, dass die de‑facto‑Behörde als Herrscher in Afghanistan die internationalen Menschenrechtsverträge einhalten muss, denen das Land beigetreten ist. Sie forderten die sofortige Freilassung aller Inhaftierten, das Verbot von Misshandlungen und den uneingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung für Verletzte.
Ausblick
Die UN-Organisationen riefen zu einer sofortigen Deeskalation der Lage auf und warnten davor, dass anhaltende Repressionen das Vertrauen der Bevölkerung weiter untergraben könnten. Die Entwicklungen werden weiterhin beobachtet, um sicherzustellen, dass die Grundrechte von Personen in Afghanistan respektiert werden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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