Am 13. Juli 2026 haben mehrere UN‑Einrichtungen eine sofortige De‑eskalation gefordert, nachdem die Zahl der Angriffe auf zivile Schiffe im Persischen Golf erneut angestiegen sei.
Verurteilung durch die Internationale Seeschifffahrtsorganisation
Der Rat der International Maritime Organization (IMO) hat in seiner 137. Sitzung die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe verurteilt und die Mitgliedstaaten zu einer schnellen De‑eskalation aufgerufen.
Prinzip des uneingeschränkten Durchfahrtsrechts
Der Rat betonte, dass das uneingeschränkte Recht auf Durchfahrt durch enge Meerengen nicht bedroht, behindert oder mit Gebühren belastet werden dürfe, wie es im internationalen Seerecht verankert sei.
US‑Präsidents Aussage zum Durchgang
US‑Präsident Donald Trump erklärte in einem Social‑Media‑Beitrag, dass die Wasserstraße offen bleiben werde und die USA eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Güter, die die Strecke passieren, erheben würden, um „Sicherheit und Schutz“ zu gewährleisten.
Reaktion des iranischen AuĂźenministers
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi stimmte Trumps Einschätzung zu, kündigte jedoch an, dass der Iran eine niedrigere Gebühr erheben werde und betonte die Fairness der Maßnahme.
IMO‑Standpunkt zu Gebühren
Die IMO wies die Einführung von Durchgangsgebühren zurück und verwies auf das 1948 verabschiedete IMO‑Übereinkommen, das die freie und unentgeltliche Durchfahrt garantiert. Gleichzeitig bat der Rat den UN‑Generalsekretär, Optionen zur Sicherstellung eines sicheren Schiffsverkehrs zu prüfen.
Wirtschaftliche und humanitäre Folgen
Laut einem Bericht von ACAPS vom 10. Juli haben die anhaltenden Schließungen der Wasserstraße seit Februar erhebliche humanitäre und wirtschaftliche Schocks ausgelöst. Der Weltbank zufolge sind die globalen Energiepreise um 24 Prozent gestiegen, während die Preise für Düngemittel im April 2026 um mehr als 30 Prozent prognostiziert wurden. UNCTAD warnt, dass diese Preissteigerungen langfristige Schäden für das Bruttoinlandsprodukt, Ernährungssysteme und öffentliche Finanzen in Afrika verursachen könnten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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