International: UN‑Programm unterstützt junge Unternehmer beim Aufbau einer Wiederherstellungswirtschaft
Ein von den Vereinten Nationen gefördertes Youth Ecopreneur Programme (YECO) ermöglicht es jungen Unternehmern, Landrestaurierung mit Einkommensgenerierung zu verbinden. In vier Projekten aus Senegal, Nigeria, Ecuador und Bangladesch wird gezeigt, wie innovative Geschäftsmodelle ökologische Ziele mit Arbeitsplätzen verknüpfen.
Senegal: Gewächshäuser und Agroforstwirtschaft
Der Unternehmer Daniel Halman betreibt in Senegal das Unternehmen Féro, das produktive Gewächshäuser mit Agroforstsystemen kombiniert. Während schnell erntbare Kulturen im Gewächshaus verkauft werden, werden auf freigemachten Flächen einheimische Bäume gepflanzt. Halman betont, dass die Kombination von Produktion und Wiederherstellung die benötigte Anbaufläche reduziert und gleichzeitig Einkommen sichert.
Nigeria: Solarbetriebene Präzisionslandwirtschaft
Der Unternehmer Ritkatmun Bwemana gründete Green Eden Farms, das das System ScareGrow einsetzt – solarbetriebene Sensoren, die Landwirten helfen, Wasser und Düngemittel gezielt zu dosieren. Bwemana erklärt, dass der wirtschaftliche Nutzen für die Bauern im Vordergrund stehe: „Wir wollen wissen, ob sie tatsächlich Wasser sparen und weniger Input verwenden.“
Ecuador: Biochar aus Agrarabfällen
Der Unternehmer Carlos Alfredo González Vargas entwickelte Pacchar, das aus Forst‑ und Agrarabfällen Biochar produziert. Das poröse Material verbessert die Bodenwasser‑ und Nährstoffspeicherung und bindet Kohlenstoff langfristig. González berichtet, dass über 100 Gemeinden in mehr als 500 Hektar unterstützt wurden und dass Erträge sowie Ressourceneinsparungen messbar seien.
Bangladesch: KI‑gestützte Farmdaten
Der Unternehmer Mashrur H. Shurid gründete Aunkur, eine Plattform, die Daten zu Boden, Wetter und Feldbedingungen sammelt und Landwirten konkrete Handlungsempfehlungen gibt. Laut Shurid nutzt das System derzeit über 33 000 Betriebe, und die Plattform verbindet die Bauern zudem mit Käufern und Finanzinstituten.
Programm und Perspektiven
Im Rahmen des YECO‑Programms erhielten die vier Unternehmer Schulungen zu Geschäftsmodellen, geistigem Eigentum und Investitionsvorbereitung. Die Initiative zielt darauf ab, eine „Restaurierungsökonomie“ zu etablieren, in der Landrestaurierung dauerhaft Einkommen erzeugt und nicht ausschließlich auf öffentliche Förderungen angewiesen ist. Die Organisatoren betonen, dass skalierbare Lösungen aus den Gemeinden selbst kommen müssen, um langfristige Wirkung zu erzielen.
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