Hintergrund des Konflikts
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 20. Juni 2026 Alarm geschlagen, weil Berichte über massive Verstärkungen der Rapid Support Forces (RSF) im Umfeld von El Obeid eingegangen seien. Die RSF, ein paramilitärischer Arm, kämpft seit Mitte April 2023 gegen die sudanesischen Streitkräfte (SAF).
Militärische Verstärkungen und Drohnenangriffe
Der Rat verwies auf bestätigte Informationen, dass die RSF rund um die Stadt El Obeid neue Truppenpositionen aufgebaut habe und Drohnenangriffe durchgeführt werde. Diese Entwicklungen würden das Risiko einer Bodenoffensive erhöhen und die Gefahr von Massenverbrechen deutlich steigern.
Humanitäre Lage
Gleichzeitig verschärfte sich die humanitäre Notlage in den Kordofan‑Staaten. Der Rat betonte, dass die anhaltenden Kämpfe die bereits prekäre Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe weiter gefährden könnten.
Aufforderungen des Sicherheitsrats
Die Mitglieder des Sicherheitsrats forderten die RSF auf, den Angriff auf El Obeid unverzüglich zu beenden und sämtliche Kampfhandlungen sofort zu stoppen. Sie verlangten von allen Konfliktparteien den Schutz von Zivilisten und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts.
Rechtlicher Rahmen
Der Rat erinnerte an die Verpflichtungen aus der Jeddah‑Erklärung von Mai 2023, die von den Führern beider Seiten unterzeichnet wurde, sowie an die Umsetzung von Sicherheitsratsresolution 2791 (2025). Die Resolution verlangt die Gewährleistung sicherer und ungehinderter humanitärer Zugänge.
Souveränität und Ausblick
Abschließend bekräftigte der Sicherheitsrat seine Unterstützung für die Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität des Sudan und wies jede parallel agierende Regierungsbehörde zurück. Er rief die UN‑Mitgliedstaaten dazu auf, äußere Einmischungen zu vermeiden, die den Konflikt weiter anheizen könnten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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