International: UN startet 49,6 Millionen‑Dollar‑Hilfsaktion für Überschwemmungsopfer in Nepal
Ein Soforthilfefonds von 49,6 Millionen Dollar wurde am Freitag gestartet, um über 84 000 Menschen in Nepal zu unterstützen, die von den verheerenden Überschwemmungen der Vorwoche betroffen sind.
Ursache und Ausmaß der Katastrophe
Am 26. August brach ein Gletscher an der Grenze zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China zusammen und löste massive Flutwellen aus. Nach Angaben des UN‑Büros in Nepal haben die Überschwemmungen mehr als 1 250 Menschen das Leben gekostet und Tausende weitere vermisst.
Betroffene Regionen und Infrastruktur
Die Rasuwa-, Nuwakot- und Dhading-Bezirke im Norden Nepals wurden besonders stark getroffen. Kritische Infrastruktur wie Straßen, Schulen, Stromnetze und Wasserversorgung wurden beschädigt oder zerstört, und zahlreiche Familien haben ihre Häuser verloren.
Umfang der Hilfsmaßnahmen
Die UN‑Humanitära Koordination plant, betroffenen Familien Bargeld, Kälte‑Schutzmaterial, mobile Solaranlagen, Wasseraufbereitungssysteme und Nahrungsmittel bereitzustellen. Mobile Kliniken sollen medizinische Versorgung und Ernährungsunterstützung leisten, während lokale Notfallteams die Wiederherstellung von Infrastruktur unterstützen.
Stimmen aus der UN‑Vertretung
„Familien haben alles verloren: ihre Angehörigen, ihre Häuser, ihre Existenz, in Minuten hinweggefegt“, erklärte Lila Pieters Yahia, UN‑Resident Coordinator in Nepal. „Unter der Führung der Regierung wird dieser Appell Bargeld, Unterkünfte, Gesundheitsversorgung, sauberes Wasser und Schutz in die am schwersten erreichbaren Gemeinden bringen, bevor der Winter einsetzt.“
UNICEF‑Einsatz
UNICEF und die Europäische Union unterstützten die Rettungsaktionen mit einem Flug, der 84 Metric‑Tonnen Hilfsgüter nach Kathmandu brachte. Die Kinderhilfsorganisation verteilt Durchfall‑Behandlungskits, Wassertanks, Hygienepakete, Winterkleidung und Lernmaterialien, um Hunderttausende Menschen zu erreichen.
Stimmen von UNICEF
„Diese Lieferung ermöglicht es uns, dringend benötigte Unterstützung zu leisten und Kinder sowie Familien mit Diensten zu versorgen, die ihre Gesundheit, ihr Wohlergehen und ihre Zukunft schützen“, sagte Alice Akunga, UNICEF‑Vertreterin in Nepal. „Angesichts der enormen Größenordnung der Katastrophe bleiben die Bedürfnisse erheblich, und jeder Tag zählt.“
Ausblick
Die UN‑Partner betonen, dass fortgesetzte Unterstützung notwendig ist, um die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern, den Wiederaufbau zu beschleunigen und die Resilienz der betroffenen Gemeinden für die kommenden Wintermonate zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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