Am 11. Juni 2026 hat das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte in Genf die Gründung einer Globalen Allianz für Menschenrechte bekannt gegeben. Die Initiative soll das Thema Menschenrechte in Entscheidungsprozesse einbinden, während Konfliktzahlen Rekordwerte erreichen und Ungleichheit sowie Klimawandel zunehmen.
Ziele und Prinzipien
Der UN-Hochkommissar Volker Türk bezeichnete das Vorhaben als Reaktion auf eine Welt, die er als „in Unordnung“ beschrieb. Die Allianz beruht auf drei Grundprinzipien – Vorstellung, Dialog und Handeln – und will ein gemeinsames Rahmenwerk schaffen, das Menschenrechte in allen Bereichen verankert.
Beteiligte Akteure
Die Koalition soll Regierungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen, Städte, Glaubensvertreter, Künstler, Wissenschaftler und junge Menschen umfassen. Durch diese breite Beteiligung soll ein Netzwerk entstehen, das auf lokaler und globaler Ebene wirksam ist.
Erste Maßnahmen
Im Juni starten mehrere Initiativen: ein Globaler Helpdesk für Wirtschaft und Menschenrechte, ein RightsX-Gipfel zur digitalen Innovation und ein Programm „Menschenrechte in jedem Klassenzimmer“, das Rechteerziehung in Schulen integriert. Zudem plant der Hochkommissar, die Zahl der „Menschenrechtsstädte“ von 104 auf 1.000 zu erhöhen.
Opferschutz und Rechenschaft
Ein zentrales Anliegen ist, den Opfern von Menschenrechtsverletzungen in Konflikten wie in der Ukraine, Gaza, Libanon, Myanmar, Sudan und Haiti eine Stimme zu geben. Der Hochkommissar betonte, dass Gerechtigkeit nur durch klare Verantwortlichkeiten erreicht werden könne.
Technologie und Regulierung
Der UN-Hochkommissar wies zudem auf die wachsende Macht großer Technologieunternehmen hin und forderte, dass Menschenrechte als Leit- und Regulierungsrahmen dienen, wenn finanzielle und politische Einflussnahme zunimmt.
Langfristige Ausrichtung
Die Allianz ist als langfristiges Projekt konzipiert, das bis zum 80. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 2028 läuft. Jährlich wird ein Globales Allianz‑Forum abgehalten, um Fortschritte zu prüfen und Prioritäten zu setzen.
Globale Präsenz
Genf wurde wegen seiner Konzentration von Menschenrechtsinstitutionen als Standort gewählt, doch die Allianz soll „überall ein Zuhause haben“, wo immer Menschenrechte diskutiert werden. Die Initiative zielt darauf ab, das Thema dauerhaft in den Mittelpunkt internationaler Politik zu rücken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Übertragung