International: UN-Umfeld warnt vor eskalierender Gewalt in El Obeid
Der persönliche Sondergesandte der Vereinten Nationen für Sudan, Pekka Haavisto, hat am Mittwoch vor einer zunehmenden militärischen Eskalation in und um die Stadt El Obeid gewarnt. Er betonte, dass ein weiteres Ansteigen der Kämpfe tausende Zivilisten in Gefahr bringen und die bereits schwere humanitäre Lage weiter verschärfen könnte.
Zunehmende Gewalt in El Obeid
Haavisto berichtete von intensiven Gefechten und häufigen Drohnenangriffen, die die Stadt und die umliegende Region betreffen. Laut seiner Aussage beeinträchtigen die Angriffe die humanitäre Versorgung und erhöhen das Risiko für die Zivilbevölkerung.
Einsatz von Drohnen
Der Sondergesandte wies darauf hin, dass die Nutzung von Drohnen im Konflikt stetig zunimmt und gezielt gegen Zivilisten sowie zivile Infrastruktur eingesetzt wird. Er hob hervor, dass die Drohnen nicht im Sudan hergestellt werden, was eine internationale Komponente des Konflikts signalisiert.
Politische VermittlungsbemĂĽhungen
Trotz der anhaltenden Kämpfe hat das sogenannte Quintett – bestehend aus der Afrikanischen Union, der Ostafrikanischen Gemeinschaft IGAD, der Arabischen Liga, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen – mehrere Treffen organisiert, bei denen sudanesische politische Akteure und zivilgesellschaftliche Gruppen zusammenkamen. Das erste Treffen fand in Berlin statt, gefolgt von einem weiteren in Addis Abeba.
Internationale UnterstĂĽtzung
Haavisto betonte die Bedeutung des „Quad“, bestehend aus den Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten, für die Sicherung eines humanitären Waffenstillstands. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Initiative die Lage der Zivilbevölkerung spürbar verbessern könne.
Aussichten auf eine Friedenslösung
Der UN-Umfeld stellte fest, dass beide Konfliktparteien weiterhin an militärischen Erfolgen festhalten, während regionale Regierungen zunehmend die Möglichkeit einer rein militärischen Lösung ablehnen. Trotz der schwierigen Lage zeigte er sich vorsichtig optimistisch, weil die Bevölkerung weiterhin Anstrengungen unternimmt, ihr Leben wieder aufzubauen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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