International: UN unterstĂĽtzt Landwirte im Gazastreifen beim Wiederaufbau und warnt vor Gewalt im Westjordanland
Humanitäre Unterstützung im Gazastreifen
Die Vereinten Nationen unterstützen Landwirte im Gazastreifen beim Wiederaufbau ihrer Betriebe, während die Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation (FAO) finanzielle Hilfen bereitstellt. Die Maßnahmen erfolgen im Kontext des seit dem 7. Oktober 2023 andauernden Konflikts und richten sich an rund 1.500 Landwirte, um die Versorgung von über 100.000 Menschen mit frischem Gemüse sicherzustellen.
Finanzielle Hilfen der FAO
Die FAO hat ihr Bargeld‑Hilfsprogramm für die Aussaatsaison 2026 ausgeweitet und unterstützt damit etwa 1.500 Landwirte bei der Beschaffung von Saatgut, Düngemitteln und Bewässerungstechnik. Ohne diese Mittel würden die Betriebe in stark verkleinerten Anbauflächen weiter schrumpfen, wie die FAO selbst betont.
Wohnungs- und Agrarhilfe des UNDP
Alessandro Mrakic, Leiter des UN‑Entwicklungsprogramms (UNDP) für Gaza, berichtete, dass 200 Notunterkünfte bereitgestellt wurden, um Familien, die mehrfach umgesiedelt wurden, wieder ein Dach über dem Kopf zu geben. Gleichzeitig habe man mit den zurückkehrenden Bauern die Produktion von Auberginen, Tomaten und Molokhia wieder aufgenommen.
Warnungen des World Food Programme
Das World Food Programme (WFP) wies darauf hin, dass Menschen, die innerhalb Gazas umziehen müssen, Gefahr laufen, den Zugang zu Grundversorgung zu verlieren. Trotz logistischer Hürden erreichte das WFP in den ersten zwölf Tagen des Monats über ein Viertel einer Million Menschen an 36 Verteilungsstellen.
Gewalt im Westjordanland
Eine hochrangige OCHA‑Delegation besuchte das Dorf Deir Nidham im Ramallah‑Bezirk und traf dort auf Familien, die durch Siedlergewalt und den Ausbau von Siedlungsoutposts betroffen sind. Laut OCHA machten Siedlerangriffe bisher rund 55 % aller Verletzungen von Palästinensern im Westjordanland im Jahr 2026 aus.
Stellungnahme des UN‑Sprechers
UN‑Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, der Generalsekretär sei „tief besorgt“, dass israelische Behörden der Siedlung Givat Ze’ev den Status einer Stadt verliehen hätten. Er betonte, dass diese Entscheidung den rechtlichen Status der Siedlung nach internationalem Recht nicht ändere und dass Siedlungen nach wie vor ein Hindernis für eine Zwei‑Staaten‑Lösung seien.
Weitere humanitäre Maßnahmen
Humanitäre Partner verteilten über 5.440 Lernpakete, um rund 217.600 Kinder während der Sommerlernprogramme zu unterstützen. Zusätzlich wurden weitere Bildungs- und Gesundheitsprojekte in den betroffenen Gebieten initiiert.
Ausblick und Aufruf zu weiterem Engagement
Die UN ruft weitere Mitgliedstaaten dazu auf, die bislang zugesagten fast 58 Millionen US‑Dollar für den UN‑Horizon‑Fonds zu ergänzen und den ungehinderten Zugang zu Land, Wasser und Produktionsmitteln sicherzustellen, um die Ernährungssicherheit langfristig zu stabilisieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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