UN: UN unterstützt nationale Reaktion auf Erdbeben in Kolumbien
UN‑Unterstützung vor Ort
Die Vereinten Nationen haben erklärt, dass sie bereitstehen, um die nationale Reaktion auf das am Montag mit einer Stärke von 7,4 gemessene Erdbeben im Westen Kolumbiens zu unterstützen. Nach Angaben der Regierung sind über 180 Menschen ums Leben gekommen, rund 5 000 Häuser beschädigt und 387 vollständig zerstört. Der UN‑Koordinator für humanitäre Hilfe, Jens Laerke, betonte, dass die Zahlen noch aktualisiert werden.
Ressourcen und Soforthilfe
UN‑Residentin in Kolumbien, María José Torres Macho, teilte mit, dass die UN bereits Notfallkits aus ihren Lagern bereitstellt und die Logistik des Welternährungsprogramms (WFP) für die Verteilung von Hilfsgütern nutzt. Prioritäten seien temporäre Unterkünfte, Gesundheitsversorgung, Ernährungssicherheit und Schutz, wobei besonders Familien ohne Haus, Frauen und Kinder in vulnerablen Gemeinschaften berücksichtigt werden.
Gesundheitssektor im Fokus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete, dass 24 Gesundheitseinrichtungen in sechs Departements Schäden erlitten haben, wobei das Departement Valle del Cauca am stärksten betroffen sei. Zu den schwer beschädigten Einrichtungen gehören das Hospital Universitario del Valle und die Clinica Nuestra, deren Teile evakuiert wurden. WHO‑Sprecher Tarik Jasarevic bestätigte, dass Feldteams in Cali und Chocó eingesetzt wurden, um die Lage zu bewerten und die Koordination zu unterstützen.
Geologische Angaben und Ausbreitung
Das Beben ereignete sich gegen 7:34 Uhr lokaler Zeit mit einem Epizentrum nahe San José del Palmar im Departement Chocó in einer Tiefe von etwa 103 Kilometern. Das Zittern war in weiten Teilen Kolumbiens sowie in den Nachbarländern Panama, Ecuador und Venezuela zu spüren.
Infrastruktur und Evakuierung
Sechs Flughäfen, darunter Quibdó, Pereira, Manizales, Armenia, Cartago und Buenaventura, wurden für Inspektionen geschlossen. Die Hauptstadt Bogotá erließ Evakuierungsanordnungen, während Notfall‑Koordinationszentren in Bogotá, Quibdó, Armenia und Cali aktiviert wurden. Der Bürgermeister von Pereira meldete 18 Tote in seiner Stadt.
Weitere UN‑Aktivitäten
UNICEF überwacht die Situation und koordiniert mit Partnern, um die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu erfassen. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) arbeitet mit Regierungsinstitutionen, um Schäden zu analysieren. Der Leiter der UN‑Verifikationsmission in Kolumbien, Miroslav Jenča, erklärte Solidarität mit den betroffenen Gemeinschaften und bot Unterstützung an.
Ausblick und internationale Zusammenarbeit
Die UN zieht Lehren aus dem Erdbeben in Venezuela und prüft den Einsatz mobiler Einheiten, um schwangere Frauen und kleine Kinder in abgelegenen Gebieten zu erreichen. Die enge Zusammenarbeit mit kolumbianischen Behörden soll die Geschwindigkeit und Wirksamkeit der Hilfsmaßnahmen weiter erhöhen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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