Eine neue UN‑gestĂĽtzte Sicherheitskraft hat in Port‑au‑Prince begonnen, aktiv gegen stark bewaffnete Banden vorzugehen. Die „Gang Suppression Force“ (GSF) wurde vom UN‑Sicherheitsrat mandatiert und soll bis zu 5 550 Einsatzkräfte umfassen, um die Gewalt in der Hauptstadt zu reduzieren.
Hintergrund der Bandenlage
Seit Beginn des Jahres haben Banden in Port‑au‑Prince und Umgebung mindestens 2 300 Menschen getötet und über 1 100 verletzt. Schätzungen zufolge kontrollieren bis zu 90 % der Stadt 26 stark bewaffnete Banden, die Erpressungen, Entführungen und Blockaden von Lieferungen durchführen.
Einrichtung der Gang Suppression Force
Die GSF operiert von einem Basislager namens Camp Vertières, das wenige Blocks vom Boulevard du 15 Octobre liegt. Das Lager wird mit Containern für Büros und Unterkünfte ausgestattet, während die Truppen aus mehreren Ländern bereits vor Ort stationiert sind.
Besuch des UN‑Generalsekretärs
Am Dienstag besuchte UN‑Generalsekretär António Guterres das Lager und betonte, dass die Entsendung der GSF eine reale Chance sei, die Gewalt zu eindämmen und die staatliche Autorität wiederherzustellen. Er forderte, dass die Banden entwaffnet, zerschlagen und ihre Mitglieder in einem haitianisch geführten Prozess reintegriert werden.
Aufgaben und UnterstĂĽtzung der GSF
Die GSF erhält logistische, operative und technische Unterstützung vom UN Support Office in Haiti (UNSOH), einschließlich Versorgung mit Verpflegung, medizinischer Versorgung und Transport. Zu den Hauptaufgaben zählen die Neutralisierung von Banden, der Schutz vulnerabler Bürger und die Sicherstellung des humanitären Zugangs.
Erwartete Auswirkungen
Die Einführung von Fußpatrouillen und Vorposten soll das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen und die Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben ermöglichen. Langfristig soll die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern den Waffen- und Geldfluss zu den Banden unterbinden.
Reaktionen der Bevölkerung
Einheimische berichteten, dass die Präsenz der GSF Hoffnung weckt, obwohl sie gleichzeitig betonten, dass die internationale Gemeinschaft weiterhin Verantwortung übernehmen müsse, um die humanitäre Lage zu verbessern.
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