Ergebnis der einwöchigen Mission
Die unabhängige Internationale Kommission für Syrien hat die syrische Regierung aufgefordert, die Schicksale von Tausenden vermissten Inhaftierten zu klären und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Die Aufforderung erfolgte nach einer einwöchigen Untersuchung, die vom 1. bis 7. Juli verschiedene Regionen des Landes umfasste.
Reiseroute und Begegnungen
Monia Ammar und Fionnuala Nà Aoláin von der Kommission trafen sich mit Opfern, Regierungsvertretern und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Die Reise führte sie nach Damaskus, in das ländliche Damaskus, nach Aleppo, Raqqa, Hassakeh, Homs und Quneitra.
Gewalt während des Aufenthalts
Während des Aufenthalts ereigneten sich zwei Sprengstoffanschläge in Damaskus – einer in der Nähe des Justizministeriums, ein zweiter in der Nähe des Four Seasons Hotels. Beide Anschläge forderten zivile Opfer; die Kommission verurteilte die Angriffe und drückte ihr Mitgefühl aus.
Detentionsproblematik
Familien berichten weiterhin von Schwierigkeiten, inhaftierte Verwandte zu finden. Die Kommission schätzt, dass etwa 3 500 syrische Staatsangehörige, darunter Kinder, nach Angaben der Regierung nach Irak verlegt wurden. In den Lagern Roj und Aq Burhan seien über 60 % der Inhaftierten Kinder. Zudem bleiben rund 800 Gefangene aus Kämpfen im Januar unbekannt.
Vigilantismus und Eigentumsfragen
In Homs wurden Berichte über Selbstjustiz gegen Personen, die der früheren Regierung verdächtigt werden, laut. Die Kommission forderte eine umgehende, unparteiische Untersuchung aller Tötungsdelikte. Weiterhin wies sie auf die Zerstörung und Beschlagnahme von Wohnhäusern hin und verlangte faire Entschädigungen, insbesondere für Frauen, die Haushalte führen.
Grenzkonflikte im SĂĽden
In Quneitra schilderten Zeugen israelische Vorfälle, darunter Grenzverletzungen, Festnahmen, Belästigungen und Hauszerstörungen. Die Kommission forderte Israel auf, den Zugang zu Straßen und landwirtschaftlichen Flächen wiederherzustellen und willkürlich festgehaltene Zivilisten freizulassen.
Bildung und soziale Lage
Die Kommission begrüßte Bemühungen, den Lehrplan national zu vereinheitlichen und undokumentierten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Dennoch können Schüler im umkämpften Gebiet Sweida weiterhin keine Abschlussprüfungen ablegen.
Zugang zu Haftstätten
Die syrische Regierung stellte den Zugang zu mehreren Haftstätten bereit, jedoch wurde der Kommission der Zutritt zu Einrichtungen in Ra
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