Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wurde am Mittwoch über anhaltende Unsicherheiten in Kolumbien informiert, während das Land sich auf die Amtseinführung seines neu gewählten Präsidenten vorbereitet.
Miroslav Jenča, Sondervertreter des UN-Generalsekretärs für Kolumbien und Leiter der UN-Verifizierungsmission, betonte, dass die hohe Wahlbeteiligung am 21. Juni ein Zeichen für das Bestreben der Kolumbianer sei, ihre Stimmen in einer lebendigen Demokratie zu erheben.
Er erklärte, dass die Wahlen in beiden Durchgängen friedlich und geordnet verlaufen seien, wobei Sicherheitskräfte zum Schutz des Prozesses eingesetzt wurden und nationale sowie internationale Wahlbeobachter unabhängige Aufsicht gewährten.
Jenča wies darauf hin, dass die Gebiete mit der akutesten Gewalt genau dort liegen, wo die Umsetzung des Friedensabkommens von 2016 und die Präsenz staatlicher Institutionen unzureichend seien.
Nach seiner Darstellung ermögliche das Fehlen von Sicherheit, Governance und Entwicklungsstrukturen an strategischen Routen und im illegalen Wirtschaftszweig anhaltende Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen und kriminellen Organisationen.
Ganzheitliche Lösungsansätze
Er betonte, dass die Lösung der Sicherheitsprobleme ganzheitliche Ansätze erfordere, die im Friedensabkommen von 2016 vorgesehen seien.
Entwicklung der Mission
Die UN-Verifizierungsmission wurde 2017 vom Sicherheitsrat eingerichtet; ihr Mandat wurde jedoch im Oktober 2025 eingeschränkt, obwohl im selben Jahr ein Präsidentschaftskandidat bei einem Attentatsversuch schwer verletzt und später verstorben war.
Trotz dieser Einschränkungen verliefen die Präsidentschaftswahlen im März und Juni 2026 weitgehend friedlich, und Kolumbien erhalte weiterhin Unterstützung von UN-Agenturen und Friedensförderungsprogrammen.
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