Hintergrund
Die Vereinten Nationen haben am 12. August 2026 in New York über 600 junge Menschen aus aller Welt zusammengebracht, um über die Rolle künstlicher Intelligenz (KI) im Kontext der Sustainable Development Goals (SDGs) zu diskutieren. Die Veranstaltung fand anlässlich des Internationalen Jugendtages statt, der seit dem Jahr 2000 jährlich am 12. August begangen wird.
Veranstaltungsablauf
Im Rahmen mehrerer Workshops und Diskussionsrunden, die von der International Organization of Youth organisiert wurden, präsentierten die Delegierten eine von Jugendlichen erarbeitete Erklärung zu KI‑Politik und -Governance. Diese Erklärung soll zukünftige UN‑Initiativen, insbesondere den Globalen Digital Compact, bei der Ausgestaltung globaler KI‑Standards unterstützen.
Stimmen der Teilnehmer
Felipe Paullier, Assistant Secretary-General for Youth Affairs, betonte, dass die Anwesenden die Generation seien, die am längsten mit den Folgen von KI leben werde. Er kritisierte oberflächliche Beteiligungsformen und forderte ein frühzeitiges Einbinden junger Menschen in Entscheidungsprozesse. „Bedeutungsvolle Jugendbeteiligung bedeutet nicht, am Ende eines Prozesses nur konsultiert zu werden, sondern von Anfang an mitzuwirken“, sagte Paullier.
Globale Perspektiven
Ambassador Philbert Aaron aus Dominica erinnerte daran, dass es bei der Debatte nicht nur um Technologie gehe, sondern um Macht, Würde, Chancen und Kultur. Vertreter aus den Bahamas, Dominica, Pakistan und Tonga warnten davor, dass Entwicklungsländer im KI‑Wandel zurückfallen könnten, wenn ihnen Infrastruktur, Rechenkapazitäten und Fachwissen fehlen. Sheikh Jaffar Khan Mandokhail, Gouverneur der Region Balochistan, unterstrich, dass technischer Fortschritt nicht automatisch menschlichen Fortschritt bedeute, wenn die nötigen Ressourcen fehlen.
Ungleichheiten und Unternehmensmacht
Paullier wies darauf hin, dass die Entwicklung von KI derzeit von wenigen großen Unternehmen in Hochlohnländern dominiert werde. Er betonte, dass KI dazu beitragen solle, Ungleichheiten zu verringern, nicht zu vertiefen. Diese Aussage spiegelte die Bedenken vieler Teilnehmer wider, die eine inklusivere Governance fordern.
UN‑Leitung und Arbeitsmarkt
UN‑Generalsekretär António Guterres würdigte die Kreativität und Dynamik der Jugend und erinnerte an die Herausforderungen, die junge Menschen in Bezug auf wirtschaftliche Unsicherheit, digitale Teilhabe und Klimawandel bewältigen müssen. Vor dem Gipfel veröffentlichte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) einen Bericht, der einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit nach der Pandemie dokumentiere und feststelle, dass 6,1 % der von jungen Menschen besetzten Stellen besonders stark von KI betroffen seien.
Ausblick
Die Teilnehmer betonten, dass ihre Generation nicht nur Beobachter, sondern Gestalter der KI‑Zukunft sei. Mandokhail schloss mit dem Appell: „Lernen, hinterfragen, innovieren und führen, um gerechtere Gesellschaften, stärkere Gemeinschaften und eine nachhaltigere Welt zu bauen.“[Lizenzangabe]: ‚Public Data / Terms of Use (Attribution Required)'[Zusatz]: ‚ Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.‘
Ende der Uebertragung