Kernforderung
UN-Vertreter haben am Mittwoch während einer hochrangigen Veranstaltung am Rande der 81. Generalversammlung eine nachhaltige Lösung für die rund 1,2 Millionen Rohingya‑Flüchtlinge in Bangladesch gefordert, um eine sichere und würdevolle Rückkehr nach Myanmar zu ermöglichen.
Hintergrund
Im August 2017 löste das Militär Myanmars im Bundesstaat Rakhine eine massive Gewaltwelle aus, die Hunderttausende Rohingya über die Grenze nach Bangladesch fliehen ließ; seitdem leben die meisten im Flüchtlingslager Cox’s Bazar.
Stimmen der Vereinten Nationen
UN‑Hochkommissar für Flüchtlinge Barham Salih betonte, dass eine ganze Generation im Exil aufwächst und dass die Bedingungen für eine freiwillige, sichere und würdevolle Rückkehr derzeit nicht gegeben seien. Die Sondergesandte der Vereinten Nationen für Myanmar, Julie Bishop, wies darauf hin, dass jährlich über 30 000 Kinder im Lager geboren werden und dass Frauen und Mädchen zunehmenden Risiken geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt seien.
Bangladeschs Sicht
Premierminister Tarique Rahman sprach die steigenden Kosten der langen Vertreibung an und warnte vor wachsenden Sicherheitsrisiken wie Menschenhandel, Schlepperei und Drogenhandel, die durch die anhaltende Unsicherheit entstehen.
Parlamentspräsident
Präsident der Generalversammlung Khalilur Rahman betonte, dass das anhaltende Leiden der Zivilbevölkerung, einschließlich willkürlicher Verhaftungen und Zerstörung von Infrastruktur, internationale Aufmerksamkeit erfordere.
Rechtliche Dimension
UN‑Vertreter verwiesen auf das Genozidverfahren, das Gambia gegen Myanmar vor dem Internationalen Gerichtshof eingereicht hat, und betonten, dass Gerechtigkeit ein integraler Bestandteil einer langfristigen Lösung sei.
Ausblick
UNHCR‑Chef forderte die internationale Gemeinschaft auf, über reine humanitäre Hilfe hinaus Wege zu schaffen, die den Rückkehrern Rechte, Bildung, Arbeit und eine Perspektive auf Staatsbürgerschaft ermöglichen. Ohne dauerhafte Unterstützung könnten die Flüchtlinge weiter Risiken wie Ausbeutung, Schlepperei und gefährliche Seereisen ausgesetzt sein.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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