International: UN-Vertreter warnt vor Rückschlägen im Friedensabkommen von Kolumbien
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hörte am Montag den Sondervertreter Miroslav Jenča, der betonte, dass das Friedensabkommen von 2016 in Kolumbien vollständig umgesetzt werden müsse, einschließlich ausreichender Finanzierung und Schutz für ehemalige Kämpfer, da die Unsicherheit im Land zunimmt.
Erreichte Fortschritte und bestehende Lücken
Jenča verwies auf Erfolge wie ländliche Entwicklungsprogramme und Mechanismen für transitorische Gerechtigkeit, räumte jedoch ein, dass die Umsetzung nach wie vor zahlreiche Mängel aufweise.
Er wies darauf hin, dass illegale bewaffnete Gruppen von etwa 15.000 Mitgliedern im Jahr 2022 auf rund 28.000 Mitglieder angewachsen seien, was das Risiko für die Bevölkerung weiter erhöhe.
Gewalt gegen Zivilgesellschaft
Der Sondervertreter verurteilte die Ermordung der zivilgesellschaftlichen Akteure María Ovidia Palechor und James Flor in Cauca am 1. September und hob die Gefahr für Menschenrechte‑Verteidiger hervor.
Er betonte, dass die Ausweitung wirtschaftlicher Chancen, die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen und die Stärkung lokaler Institutionen entscheidend seien, um Gewalt zu verringern.
Reintegrationsbemühungen
Mehr als 11.000 ehemalige Mitglieder der FARC‑EP bleiben im Reintegrationsprozess aktiv und haben etwa 6.000 produktive Projekte sowie 300 Genossenschaften in Bereichen wie Landwirtschaft, Tourismus, Handel und Textilwirtschaft aufgebaut.
Seit Inkrafttreten des Abkommens wurden 501 ehemalige Kämpfer getötet, zuletzt am 22. September in Cesar, was die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen verdeutlicht.
Jenča bekräftigte die Bereitschaft der UN‑Verifikationsmission, die Umsetzung weiterhin zu unterstützen, und verwies auf das Vertrauen, das über fast ein Jahrzehnt in den am stärksten betroffenen Regionen aufgebaut wurde.
Er forderte ein nachhaltiges internationales Engagement, um die verbleibenden Hindernisse zu überwinden und das Friedensprojekt dauerhaft zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung