UN verurteilt Anschlag in Nigeria, berichtet über Lage in Gaza, Westjordanland und Jemen
Zusammenfassung der aktuellen Lage
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat am Donnerstag einen Anschlag in Kwara, Nigeria, scharf verurteilt, während die UN gleichzeitig über anhaltende Gewalt in Gaza und dem Westjordanland berichtete und die Wiederaufnahme von Hilfsluftflügen nach Jemen ankündigte. Die Mitteilungen umfassen Todeszahlen, humanitäre Bedürfnisse und neue logistische Vereinbarungen.
Angriff in Kwara, Nigeria
Am 3. Februar wurden zwei ländliche Dörfer im Bundesstaat Kwara von bewaffneten Gruppen angegriffen; laut Medienberichten sind über 100 Personen ums Leben gekommen und weitere wurden verletzt. In einer Stellungnahme seines Sprechers drückte António Guterres sein „herzliches Beileid den Familien der Opfer und dem Volk sowie der Regierung Nigerias“ aus und betonte die Notwendigkeit, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Sicherheitslage in Nigeria
Der Anschlag gilt als der tödlichste in der Region seit Monaten und spiegelt einen allgemeinen Anstieg der Gewalt im Nordwesten und Nordmitteleuropa Nigerias wider, wo bewaffnete Gruppen vermehrt Zivilisten ins Visier nehmen. Die Verschärfung der Sicherheitslage verschärft die humanitäre Krise, die bereits durch großflächige Vertreibung, Hunger und Unterernährung gekennzeichnet ist.
Gewalt in Gaza und Westjordanland
Ungeachtet eines fragilen Waffenstillstands meldete UN‑Sprecher Stéphane Dujarric weiterhin zahlreiche zivile Todesopfer und Verletzte in Gaza sowie anhaltende Vertreibungen im Westjordanland. Dujarric berichtete, dass 25 Rückkehrer über Rafah nach Khan Younis kamen, wo das UN‑Entwicklungsprogramm (UNDP) sie ins Nasser‑Krankenhaus brachte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Partner evakuierten in den letzten zwei Tagen 15 Patienten und 31 Begleitpersonen aus Gaza nach Ägypten.
Steigende Angriffe durch israelische Siedler im Westjordanland
Seit Anfang 2021 haben die Angriffe israelischer Siedler im besetzten Westjordanland stark zugenommen; zwischen dem 20. Januar und dem 2. Februar wurden mehr als 50 Vorfälle registriert, die zu Verletzungen, Sachschäden oder beidem führten. Laut OCHA wurden seit Jahresbeginn 2026 über 900 Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben, hauptsächlich aufgrund von Siedlergewalt und Zugangsbeschränkungen.
Wiederaufnahme von Hilfsluftflügen nach Jemen
Die UN bestätigte, dass ihre Humanitarian Air Service‑Flüge nach Sanaa, der von den Huthi kontrollierten Hauptstadt, wieder aufgenommen werden. Julien Harneis, UN‑Resident und Humanitarian Coordinator für Jemen, erklärte, dass die jüngste Vereinbarung den NGOs den Zugang zu und aus Sanaa ermöglicht, was für die Versorgung von Millionen Menschen in den von den Huthi gehaltenen Gebieten entscheidend sei. Insgesamt benötigen 19,5 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, während die aktuelle Finanzierung lediglich rund 25 % des Bedarfs deckt.
Humanitäre Finanzierungslücke
Die unzureichende Finanzierung bedeutet, dass Millionen von Menschen keinen lebensrettenden Zugang zu Gesundheitsversorgung, Unterkunft, Wasser, Sanitär und Hygiene erhalten. Die UN fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Mittel zu erhöhen, um die bestehenden Lücken zu schließen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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