UN warnt vor drohender humanitärer Krise in Kuba wegen schwindender Ölversorgung
Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch, dem 5. Februar 2026, vor einer drohenden humanitären Krise in Kuba gewarnt, weil die Ölversorgung des Landes stark zurückgeht.
Hintergrund der Ölversorgung
Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, Zölle gegen jedes Land zu erheben, das Öl nach Kuba liefert. Dieser Schritt verstärkt den seit Jahrzehnten bestehenden Embargo und folgt einem Exekutivbeschluss, der weitere Strafzölle für Öllieferungen aus Ländern wie Mexiko vorsieht. Vorher war Venezuela der Hauptlieferant, doch die jüngste US‑Operation gegen den venezolanischen Staatschef hat die Lieferungen stark reduziert.
Humanitäre Lage
Die eingeschränkte Ölversorgung hat zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise, zu gravierenden Kraftstoffknappheiten und zu flächendeckenden Stromausfällen geführt. Die meisten Bürger des Landes erleben regelmäßige Blackouts, während die Zahl der Menschen in prekären Situationen deutlich zugenommen hat.
Reaktion der UN
UN‑Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, dass das Sekretariat äußerst besorgt über die sich verschlechternde Lage sei und ein Zusammenbruch drohe, wenn die Ölbedürfnisse nicht gedeckt werden. Resident Coordinator Francisco Pichon betonte, dass die UN‑Teams vor Ort die Auswirkungen der Stromausfälle beobachten und die Notwendigkeit dringender Maßnahmen unterstreichen.
Auswirkungen der Kraftstoffkrise
Die andauernden Stromausfälle beeinträchtigen das Gesundheitssystem, die Bildungseinrichtungen und die öffentlichen Verkehrsmittel. Gleichzeitig belastet die Krise die bereits geschwächte Wirtschaft, die seit der COVID‑19‑Pandemie unter dem Niveau von 2018 liegt.
Langfristige Unterstützungsmaßnahmen
Die UN hat einen Notfallfonds von 74 Millionen Dollar für die Wiederherstellung nach dem Hurrikan Melissa bereitgestellt, von denen bislang 23 Millionen Dollar mobilisiert wurden, um die am stärksten gefährdeten Bürger zu unterstützen. Zusätzlich arbeitet die UN mit dem Staat zusammen, um die wirtschaftliche Diversifizierung voranzutreiben und die Infrastruktur zu modernisieren.
Ausblick
Die UN ruft alle Beteiligten dazu auf, den Dialog zu suchen und das Völkerrecht zu respektieren, um die humanitäre Situation zu stabilisieren. Weitere finanzielle und technische Unterstützung soll bereitgestellt werden, solange die Ölversorgung unsicher bleibt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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