Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, maximale Zurückhaltung zu üben, nachdem über Nacht Feuerwechsel zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran gemeldet wurden und ein iranischer Drohnen‑ und Raketenangriff den internationalen Flughafen von Kuwait traf.
Spannungen im Golf
Der Angriff auf den Flughafen von Kuwait forderte mindestens einen Toten und verletzte mehrere Personen, während zahlreiche Flüge ausgesetzt und umgeleitet wurden. Der UN‑Sprecher Stéphane Dujarric betonte, dass die Souveränität und territoriale Integrität aller Staaten zu respektieren sei und verurteilte Angriffe auf zivile Infrastruktur. Der Generalsekretär erinnerte daran, dass das humanitäre Völkerrecht das gezielte Anvisieren von zivilen Objekten untersage und forderte alle Parteien auf, Zivilisten zu schützen und die laufenden Vermittlungsbemühungen, unter anderem aus Pakistan, zu unterstützen.
Humanitäre Lage im Libanon
Im Süden Libanons eskalieren die Kämpfe zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär, wodurch laut UNICEF rund 200.000 Menschen aus den südlichen Vororten von Beirut evakuiert wurden. In Beirut selbst seien etwa 770.000 Kinder stark belastet, weil sie wiederholt Gewalt, Verlust und Vertreibung ausgesetzt seien. UNICEF warnte, dass ohne ausreichende psychische Unterstützung viele Kinder ein erhöhtes Risiko für langfristige psychische Erkrankungen hätten.
Krise im Sahel
Im Sahel benötigen mehr als 24 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe, erklärte das UN‑Hilfskoordinationsbüro OCHA. Gewaltakte von bewaffneten Gruppen haben die Sicherheit in Mali, Burkina Faso, Niger und weiter nach Westafrika ausgeweitet, Schulen und Gesundheitszentren geschlossen und ganze Gebiete ohne staatliche Präsenz zurückgelassen. Laut OCHA sind fast 12 900 Schulen geschlossen, was mehr als 2,3 Millionen Kinder vom Unterricht ausschließt. Die Finanzierung liegt mit 29 % des Bedarfs im niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt, was zur Einstellung wichtiger Dienste geführt habe.
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