Internationale Hilfsorganisationen alarmieren über die kritische Lage des Ebola-Ausbruchs im östlichen Kongo, weil die vorhandenen Finanzmittel für lebensrettende Maßnahmen in den kommenden Wochen erschöpft sein sollen.
Lage und Zahlen
Seit der Ausbruchsmeldung am 15. Mai wurden 5.290 Menschen infiziert, 2.516 sind verstorben, was einer Sterblichkeitsrate von 47,6 % entspricht. Von den bestätigten Fällen haben 1.152 Personen genesen, während rund 840 Personen weiterhin isoliert oder hospitalisiert werden.
Exponenzielles Wachstum
Koordinator Julien Harneis beschreibt das Geschehen als exponentiell wachsend und betont, dass die Hälfte aller Todesfälle in den letzten 20 Tagen aufgetreten sei. Er vergleicht die betroffene Fläche mit einem Gebiet, das größer als Frankreich ist, und weist darauf hin, dass die Ausbreitung schneller und weiter voranschreite als die bisherigen Gegenmaßnahmen.
Gefährdete Helfer
Bislang haben 160 Gesundheitshelfer das Virus contract, davon sind 43 verstorben. Zusätzlich berichten Helfer von Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen, Brandstiftung von Ambulanzfahrzeugen und körperlicher Gewalt durch lokale Gruppen, was die Einsatzbedingungen weiter erschwere.
Finanzielle Engpässe
Der Koordinator warnt, dass die vorhandenen Mittel innerhalb weniger Wochen aufgebraucht sein könnten. Die USA haben zwar 80 Millionen US‑Dollar zur Unterstützung von Bettenkapazitäten und sicheren Bestattungspraktiken bereitgestellt, doch Kürzungen in den letzten zwei Jahren haben die Leistungsfähigkeit humanitärer Organisationen um mehr als 30 % reduziert.
Operative Hürden
Die sechs betroffenen östlichen Provinzen (Ituri, Nord‑Kivu, Süd‑Kivu, Haut‑Uélé, Tshopo und Bas‑Uélé) leiden unter mangelnden sozialen Diensten und einem kaum funktionierenden Bankensystem, was die Beschaffung von Geldern und die Bezahlung von Helfern stark behindere.
Fortgesetzte Hilfsmaßnahmen
Mehrere UN‑Spezialagenturen, darunter die Weltgesundheitsorganisation, das Welternährungsprogramm, UNICEF, die Internationale Organisation für Migration und Partner wie Médecins Sans Frontières, arbeiten weiterhin eng mit den Behörden des DRC zusammen, um die Ausbreitung einzudämmen.
Appell an die internationale Gemeinschaft
Harneis fordert umgehend zusätzliche finanzielle Unterstützung, da jede Verzögerung die Epidemie tödlicher, schwieriger zu stoppen und teurer mache.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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