UN warnt vor massiven Versorgungsunterbrechungen nach Angriffen in der Ukraine
In den letzten 24 Stunden haben großangelegte Angriffe in der Ukraine die Strom- und Wasserversorgung in mehreren Regionen stark beeinträchtigt und die Kommunikationsnetze zum Teil lahmgelegt. Der UN-Humanitäre Koordinator für die Ukraine, Matthias Schmale, berichtete in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass die Angriffe insbesondere die Städte Odesa, Dnipro und Zaporizhzhia betroffen haben.
Auswirkungen der Angriffe
Nach Angaben von Schmale wurden Zivilisten getötet und verletzt, während gleichzeitig die Grundversorgung für Millionen Menschen eingeschränkt wurde. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Familien mit Kindern, weil sie auf stabile Energie- und Wasserversorgung angewiesen seien.
Betroffene Bevölkerungszahlen
Die Angriffe auf Energieanlagen hätten rund zwei Millionen Menschen in den Regionen Dnipro und Zaporizhzhia mit eingeschränkter Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung zurückgelassen. Der Bürgermeister von Dnipro habe daraufhin den Ausnahmezustand ausgerufen, um die Lage zu bewältigen.
Reaktion der Vereinten Nationen
UN-Sprecher Stéphane Dujarric bestätigte gegenüber Journalisten, dass die Angriffe in Kryvyj Rih und Dnipro zu den größten kombinierten Angriffen seit Beginn des Konflikts 2022 gehören. Er betonte, dass Zivilisten und zivile Infrastruktur nach dem humanitären Völkerrecht geschützt seien.
Mehr als zwanzig UN-Programme und -Agenturen seien derzeit in der Ukraine aktiv, um Notunterstützung, Winterausrüstung, warme Decken und Heizpunkte bereitzustellen. Die Koordination der gesamten humanitären Hilfe übernehme das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), das zudem tägliche Lageberichte veröffentliche.
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) unterstütze die Stabilisierung der Sicherheitssituation und verhindere ein mögliches Unglück an den ukrainischen Kernkraftwerken, darunter das größte Kernkraftwerk Europas in Zaporizhzhia.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) fördere den Zugang zu Bildung, Mutter‑ und Kindergesundheit sowie psychosozialer Unterstützung. Die Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation (FAO) habe einen Notfall‑ und Wiederaufbauplan veröffentlicht, um ländliche Familien und Kleinbauern bei der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion zu unterstützen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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