International: UN warnt vor möglicher Offensive in El Oeid und berichtet über Rückkehr von Familien im Süden Libanons
Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch die Gefahr einer bevorstehenden Offensive der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) gegen die Stadt El Oeid im nördlichen Kordofan, Sudan, hervorgehoben. Gleichzeitig meldeten humanitäre Partner einen Drohnenangriff auf einen leeren Kraftstofftank in der Nähe einer Schule, bei dem Schüler verletzt wurden. Die UN forderte den Schutz von Zivilisten und den ungehinderten Zugang humanitärer Hilfe.
Situation in Sudan: Drohnenangriff und drohende Offensive
Ein Drohnenangriff traf am Dienstag einen leeren Tank nahe einer Schule in El Oeid, wobei mehrere Schülerinnen und Schüler verletzt wurden. Die Verletzungen ereigneten sich in unmittelbarer Nähe zu Büros mehrerer UN‑Hilfspartner. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt die medizinische Reaktion vor Ort, während das UN‑Hilfskoordinationsbüro bereits über 25 000 Behandlungskapazitäten für Verletzte und Krankheitsfälle bereitgestellt hat.
Die UN-Vertreter, darunter der Generalsekretär und der Menschenrechtschef, warnten, dass die RSF eine baldige Offensive gegen die Stadt planen könnte. Der Konflikt zwischen den RSF und der sudanesischen Armee dauert seit April 2023 an und hat zu einer massiven Zivilbevölkerungsexodus geführt. Die Vereinten Nationen appellieren erneut an alle Konfliktparteien, zivile Einrichtungen zu schützen und die humanitäre Hilfe nicht zu behindern.
Libanon: Rückkehr von Familien bei Sicherheitsrisiken
Im Süden Libanons kehren immer mehr Familien in ihre Dörfer zurück, berichtet das UN‑Hilfswerk OCHA. Die Zahl der Menschen in Sammelunterkünften ist von 103 000 auf etwa 72 000 gesunken. Trotz dieser Rückkehr warnen lokale Behörden vor nicht gesprengten Blindgängern und anderen Kriegserinnerungen, die das Risiko für Zivilisten erhöhen.
Die OCHA betont, dass die anhaltende Gefahr von Blindgängern die sichere Rückkehr von Vertriebenen gefährdet und den Wiederaufbau erschwert. Internationale Hilfspartner fordern verstärkte Entminungsmaßnahmen, um die Rückkehr sicherer zu machen.
Internationaler Tag der Frauen in der Diplomatie
Am Mittwoch wurde der Internationale Tag der Frauen in der Diplomatie begangen. Die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed forderte, dass Frauen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um ihre Perspektiven in Friedens- und Sicherheitsfragen einzubringen. Die Botschafterin der Kirgisistan, Aida Kasymalieva, betonte, dass die Einbeziehung von Frauen zu sichereren internationalen Verhandlungen führe.
Kyrgyzstan wird im Januar 2027 erstmals einen Sitz im UN‑Sicherheitsrat erhalten, wobei Frau Kasymalieva die erste Vertreterin aus Zentralasien sein wird. Sie betonte, dass die Beteiligung von Frauen nicht nur ein Frage der Repräsentation, sondern ein Mittel sei, um sämtliche Perspektiven in Friedens- und Sicherheitsentscheidungen einzubeziehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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