UN: UN warnt vor steigenden Risiken für Zivilbevölkerung durch Ausweitung israelischer Kontrollzonen in Gaza
Die Vereinten Nationen und humanitäre Partner haben am 1. Juli 2026 erklärt, dass die fortschreitende Ausdehnung von Gebieten unter israelischer Kontrolle im Gazastreifen das Risiko für die Zivilbevölkerung erhöht und die humanitäre Hilfe stark einschränkt.
Ausweitung der Kontrollzonen
Laut einer gemeinsamen Erklärung des Humanitären Länderteams im besetzten palästinensischen Gebiet (OPT) decken derzeit etwa 65 % der Fläche Gazas Zugangsbeschränkungen, wobei die meisten Gebiete für Bewohner gesperrt sind und jede humanitäre Organisation eine Koordination beantragen muss.
Einsatz von tödlicher Gewalt
Das Team berichtete, dass israelische Streitkräfte seit Beginn des fragilen Waffenstillstands am 10. Oktober 2025 tödliche Gewalt eingesetzt haben, um Zugangsbeschränkungen durchzusetzen. Zwischen diesem Datum und Anfang April wurden von den Vereinten Nationen 196 Palästinenser bei israelischen Angriffen verifiziert, darunter 18 Frauen und 43 Kinder.
Auswirkungen auf humanitäre Hilfe
Die Bewegungseinschränkungen führen zu Verzögerungen und Unterbrechungen lebensrettender Hilfen. Einige humanitäre Partner sahen sich gezwungen, kritische Aktivitäten zu reduzieren oder vorübergehend einzustellen, was tausende Familien betrifft.
Einschränkung des zivilen Raums
Durch die Ausweitung der Kontrollmaßnahmen schrumpft der für die Zivilbevölkerung verfügbare Raum. Viele Bewohner wurden bereits mehrfach vertrieben und konzentrieren sich nun in immer kleiner werdenden Gebieten.
Gesundheitliche Folgen
Humanitäre Agenturen warnen vor einer Zunahme von Hautkrankheiten und akuter wässriger Durchfallerkrankung, die durch Überbelegung sowie mangelhafte Wasser- und Sanitärbedingungen begünstigt werden. Der humanitäre Appell ist bislang mit weniger als einem Viertel der Mittel finanziert.
Entsorgungsmaßnahmen im Firas‑Markt
Das UN‑Entwicklungsprogramm (UNDP) teilte mit, dass es die Hälfte des Müllbergs im Firas‑Markt, etwa 250 000 Kubikmeter, entfernt hat, wodurch 75 % des Marktgebiets geräumt wurden – ein Schritt zur Wiederherstellung des historischen Handelszentrums.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung