Warnung des OCHA
Das Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat am Dienstag darauf hingewiesen, dass die Lage für Zivilbevölkerung in Gaza nach wie vor gefährlich sei, weil israelische Angriffe weiterhin Wohngebäude und Lernorte treffen. Der Hinweis erfolgte im Kontext des seit Oktober bestehenden Waffenstillstands, der den großflächigen Krieg beenden sollte.
Angriffe auf Lernorte in Gaza
In Gaza-Stadt wurde ein Zeltklassenzimmer von israelischen Streitkräften beschossen, wobei ein Sechstklässler verletzt und ins Krankenhaus gebracht wurde. Weitere Berichte bestätigen, dass israelische Truppen in Beit Lahia das letzte verbliebene Schulgebäude eines früheren Vier-Schul‑Komplexes zerstörten und Zelte, in denen fast ein Dutzend Familien lebten, beschädigten.
Zerstörung von Wohnraum
UN‑Partner berichten, dass israelische Kräfte in Beit Lahia neben der Schule neue Zementblöcke aufstellten und damit das Sperrgebiet über die im Waffenstillstand vereinbarten Grenzen hinaus ausdehnten. Seit Beginn der aktuellen Angriffe wurden in Gaza 1.209 Menschen getötet und 3.943 verletzt.
Entwicklungen im Westjordanland
Im besetzten Westjordanland stehen mehr als 80 Schulen unter dem Risiko von Abriss oder entsprechenden Anordnungen. In der Masafer‑Yatta‑Region südlich von Hebron hat die israelische Verwaltung Teile einer Schule demontiert, wo über 1.000 Bewohner unter Druck stehen, das Gebiet zu verlassen.
Humanitäre und bildungsbezogene Maßnahmen
UN‑Partner haben bereits Hilfsmaßnahmen für die von den Angriffen vertriebenen Personen eingeleitet. Im Westjordanland erreichten Bildungsprogramme bislang über 60.000 Schüler mit Nachhol- und Förderunterricht. Zusätzlich wurden 30 Schulen saniert, Transporthilfen für über 2.600 Schüler und Lehrpersonal bereitgestellt sowie finanzielle Unterstützung, psychosoziale Betreuung und Rechtsbeistand angeboten.
Finanzierungsengpässe
Der UN‑Stellvertreter betonte, dass die Mittel für die laufenden Programme weiterhin kritisch niedrig seien und ein größerer Finanzierungsbedarf bestünde, um die Sicherheit von Lernorten und die Grundversorgung der betroffenen Bevölkerung zu gewährleisten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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