Die Vereinten Nationen haben alarmiert, dass die humanitäre Lage im Gazastreifen und in Teilen Irans durch massive Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen und drohende Lieferengpässe weiter eskaliert.
Zerstörung der Gesundheitseinrichtungen in Gaza
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass mehr als 1.800 Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen teilweise oder vollständig zerstört wurden. Betroffen sind große Krankenhäuser wie Al‑Shifa sowie kleinere Kliniken, Apotheken und Labore.
Infektionsrisiken und VersorgungslĂĽcken
Unter den vertriebenen Familien wurden bislang 17.000 Fälle von durch Nagetiere übertragener Infektionen gemeldet, und über 80 % der Lagerstätten berichten von Hauterkrankungen wie Krätze, Läusen und Flöhen. Die WHO betont, dass fehlende Laborausrüstung und Medikamente die Diagnostik erheblich behindern.
Bedrohung durch Blindgängige
Julius Dirk Van Der Walt, Leiter des UN‑Mine‑Action‑Service (UNMAS) im besetzten palästinensischen Gebiet, beschreibt die Gefahr durch Blindgänger als „dynamische Bedrohung“, die noch nicht vollständig erfasst ist. Er warnt, dass Familien bei der Rückkehr in ihre Häuser auf nicht gesicherte Sprengkörper stoßen könnten.
Medizinische Engpässe im Iran
Nach Angaben von Cristhian Cortez Cardoza, stellvertretender Regionaldirektor des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondverbands (IFRC), sind Hunderte iranischer Gesundheitseinrichtungen beschädigt oder zerstört. Die IFRC‑Fabrik, die 60 % der nationalen Dialysefilter liefert, verfügt nur noch über Rohstoffe für drei weitere Monate Produktion.
Aussagen von UN‑Vertretern
Cardoza betonte, dass ein Waffenstillstand nicht das Ende des Konflikts bedeute und die Folgen der intensiven Kämpfe noch Monate bis Jahre anhalten würden. Dr. Reinhilde Van de Weerdt, neue WHO‑Vertreterin im besetzten palästinensischen Gebiet, schilderte die unmenschlichen Bedingungen in den Zelten und forderte den Abbau bürokratischer Hürden für die Lieferung essentieller Medikamente.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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