International: UN warnt vor zunehmenden Angriffen auf Medienarbeiter weltweit
Kernbotschaft
Der Hohe Kommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Volker Türk, hat im Vorfeld des Welttages für Pressefreiheit am 3. Mai die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die wachsende Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten zu beenden. Er betonte, dass das Jahr 2026 bereits das bislang tödlichste Jahr für Medienarbeiter in Libanon sei und dass praktisch kein Land ein sicheres Umfeld für die Ausübung des Berufs biete.
Statistische Lage
Nach Angaben der UN wurden seit Januar 2026 mindestens 14 Journalist getötet, während seit Beginn des Konflikts im Gazastreifen im Oktober 2023 fast 300 Journalist ums Leben kamen. Weltweit sind derzeit rund 330 Medienarbeiter inhaftiert, zusätzlich zu etwa 500 Bürgerjournalisten und Menschenrechtsbloggern, die ebenfalls festgehalten werden.
Aussagen von Volker Türk
Volker Türk erklärte, dass die Normalisierung von Angriffen auf die Medien die Grundlagen von Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung untergrabe. Er wies darauf hin, dass Journalist häufig in Fahrzeugen bombardiert, aus Büros entführt, hinter Gittern gehalten oder aus ihrem Beruf verdrängt würden. Türk hob zudem die Gefahr hervor, die von transnationaler Verfolgung und Überwachung ausgehe, insbesondere im Hinblick auf Angriffe auf iranische Journalist im Ausland.
Ergänzende Bemerkungen von António Guterres
UN‑Sekretär‑General António Guterres ergänzte, dass die Zahl der gezielt getöteten Journalist in Kriegsgebieten in den letzten Jahren stark angestiegen sei. Er betonte, dass die Wahrheit häufig das erste Opfer sei und dass die Pressefreiheit durch wirtschaftliche Zwänge, neue Technologien und gezielte Manipulation weiter unter Druck stehe.
Globale Herausforderungen
Türk verwies auf die Situation in Sudan, wo lokale Journalist trotz extremer Gewalt, Brutalität und Hungersnot berichten, sowie auf seine jüngsten Beobachtungen in Mexiko, wo die Berichterstattung über Korruption und organisierte Kriminalität Journalist und deren Familien erheblichen Risiken aussetze. Online‑Belästigung und missbräuchliche Rechtsinstrumente wie Verleumdungs‑ und Terrorismusgesetze würden zudem die Arbeit von Journalist erschweren.
Appell an Regierungen und Technologieunternehmen
Der UN‑Menschenrechtschef forderte Staaten auf, die Verfolgung von Journalist zu beenden, willkürliche Beschränkungen aufzuheben, missbräuchliche Gesetze zu reformieren und internationale Menschenrechtsstandards zu implementieren. Gleichzeitig rief er Technologieunternehmen dazu auf, wirksame Maßnahmen gegen Online‑Missbrauch und Desinformation zu ergreifen und die Unabhängigkeit sowie Transparenz von Medieninstitutionen zu stärken.
Ausblick
Ungeachtet der widrigen Umstände setze die Mehrheit der Journalist ihre Arbeit fort, selbst aus Krankenbetten oder Rollstühlen, weil sie von der Bedeutung der Wahrheit überzeugt sei. Die UN betont, dass ein sichereres Umfeld für Medienarbeiter essenziell für eine informierte Öffentlichkeit und funktionierende Demokratien sei.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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