UN: UN warnt vor zunehmender Unsicherheit in Darfur, Landminenrisiken und fordert Moratorium fĂĽr Todesstrafe in Singapur
Der Sprecher der Vereinten Nationen, Stéphane Dujarric, hat am Mittwoch die anhaltende Unsicherheit im Darfur-Gebiet von Sudan sowie die weltweiten Risiken durch Landminen und die aktuelle Hinrichtungspraxis in Singapur scharf kritisiert.
Unsicherheit in Darfur
In der Stadt Um Dukhun im Zentraldarfur kam es zu einem Drohnenangriff, bei dem mehr als zehn Personen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Laut lokalen Quellen wurden am darauffolgenden Sonntag 115 Menschen aus einem Dorf im Landkreis Kutum vertrieben und suchten Zuflucht in der Regionalhauptstadt El Fasher. Trotz dieser Lage führt die WHO eine sechstägige Impfkampagne durch, um über 81 000 Kinder in Westdarfur zu erreichen.
Humanitäre Zugangsforderung
Dujarric betonte die Notwendigkeit eines sicheren, ungehinderten humanitären Zugangs und flexibler Finanzierung, um die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.
Landminenrisiken weltweit
Der UN Mine Action Service (UNMAS) meldet, dass rund 100 Millionen Menschen in mehr als 60 Ländern einem Risiko durch Landminen und nicht explodierte Kampfmittel ausgesetzt sind. Neun von zehn Opfern seien Zivilisten, die Hälfte davon Kinder. Auf dem Jahresmeeting in Genf wies UNMAS-Direktor Kazumi Ogawa darauf hin, dass Konflikte die Gefahr weiter verstärken. Die Friedensbotschafterin Maryam Bukar Hassan schilderte die Auswirkungen in Borno, Nigeria, wo im Jahr 2024 über 400 Zivilisten durch Landminen getötet oder verletzt wurden.
Todesstrafe in Singapur
Der Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen, Volker Türk, forderte ein sofortiges Moratorium für die Todesstrafe in Singapur, nachdem acht Menschen in diesem Jahr wegen Drogenvergehen hingerichtet wurden. Er bezeichnete die Hinrichtungen als „grausam und unmenschlich“ und verwies auf das UN‑Prinzip, die Todesstrafe in allen Umständen abzulehnen. Laut UN‑Daten haben mehr als zwei Drittel der Staaten die Todesstrafe bereits abgeschafft.
Die Vereinten Nationen betonen damit ihre umfassende Besorgnis über die humanitäre Lage in Darfur, die anhaltende Bedrohung durch Landminen und die Notwendigkeit, die Todesstrafe weltweit zu beenden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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