Kernergebnis des UNCTAD-Berichts
Ein neuer Bericht der UN-Handels- und Entwicklungsorganisation (UNCTAD) warnt, dass die schrittweise Wiedereröffnung des Persischen Golfs, insbesondere der Straße von Hormus, keine schnelle Entlastung für Entwicklungsländer bringen wird. Trotz einer kurzfristigen Erholung des Schiffsverkehrs bleiben steigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise ein zentrales Problem.
Entwicklung des Schiffsverkehrs
Nach dem fragilen Waffenstillstand zwischen den USA und Israel im Krieg mit dem Iran nahm der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße Mitte Juni wieder zu, verlangsamte sich jedoch in den letzten Tagen, nachdem Washington und Teheran erneut Schlagabtausche verzeichneten. Iran lehnte zudem Versuche Frankreichs und Omans ab, Minen aus der Wasserstraße zu entfernen, und wies Vorschläge der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zurück, eine neue Schifffahrtsroute vor der Küste Omans zu eröffnen.
Wirtschaftliche Belastungen fĂĽr vulnerable Volkswirtschaften
Der Bericht betont, dass höhere Energiepreise Transportkosten, Agrarkosten und Inflation ansteigen lassen, was langfristig zu höheren Lebensmittelpreisen führt. Besonders kleine Inselstaaten wie Cabo Verde und Mikronesien, die stark von Lebensmittel- und Ölimporten abhängen, seien doppelt schutzlos gegenüber Schocks. UNCTAD schätzt, dass 61 Volkswirtschaften gleichzeitig von Öl‑ und Getreideimport‑Schocks betroffen sind.
Folgen für Ernährungssicherheit
Steigende Lebensmittelpreise um fünf Prozent erhöhen das Risiko von Kindermangelernährung um 15 Prozent bei armen Kindern und um 26 Prozent bei Kindern aus ländlichen, landlosen, armen Haushalten. Kurzzeitige Phasen unaffordable Lebensmittel in importabhängigen Ländern können langfristige Auswirkungen auf das Kindgewicht haben.
Stellungnahme des UN‑Generalsekretärs
UN‑Sekretär‑Generalsekretär António Guterres betonte, dass die Schocks „für viele Monate spürbar bleiben“ und dass Entwicklungsländer die schwersten Auswirkungen tragen. Er forderte alle Parteien auf, das Waffenstillstandsabkommen zu respektieren und die Anstrengungen zu verstärken.
Appell fĂĽr internationale UnterstĂĽtzung
Der Bericht ruft zu verstärkter internationaler Hilfe auf, um höhere Importkosten zu bewältigen, PreisÂschocks abzufedern und die Resilienz gegenĂĽber zukĂĽnftigen Handelsstörungen zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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