Der Chef des UN-Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), Yasmine Fouad, hat am 26. August drei Projekte als Gewinner der World Restoration Flagships Awards benannt. Die Programme sollen bis 2030 zusammen fast fünf Millionen Hektar degradierten Landes wiederherstellen – ein Umfang, der etwa sieben Millionen Fußballfelder entspricht. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen der UN-Wüstenkonferenz in der Mongolei, die vom 17. bis 28. August stattfindet.
Zielsetzung und Gesamtausblick
Die drei ausgewählten Programme demonstrieren laut UNCCD‑Leitung, dass Investitionen in die Natur Resilienz stärken, Lebensgrundlagen sichern und messbare Vorteile für Gemeinschaften liefern. Das UNCCD verfolgt das globale Ziel, bis 2030 eine Milliarde Hektar degradiertes Land zu restaurieren.
Wiederaufbau der brasilianischen Cerrado
Das Projekt „Restoring Brazil’s Cerrado Savannah“ bündelt über 180 Partner in neun Bundesstaaten. Bisher wurden mehr als 27.000 Hektar mit Samen von über 150 einheimischen Pflanzenarten wiederhergestellt. Das langfristige Ziel ist die Wiederherstellung von zwei Millionen Hektar bis 2030.
Saudi-Arabiens Nationales Begrünungsprogramm
Saudi-Arabien strebt an, bis 2100 vierzig Millionen Hektar zu restaurieren und zehn Milliarden Bäume zu pflanzen. Das National Greening Programme hat bereits eine Million Hektar degradiertes Land sowie 159 Millionen Bäume wiederaufgeforstet. Für 2030 sind 2,5 Millionen Hektar Wiederherstellung und 215 Millionen Bäume geplant, was bis zu 187 000 Arbeitsplätze schaffen soll.
Sahel: Integrierte Resilienzinitiative
Seit 2018 stärkt die Sahel Integrated Resilience Initiative, geleitet vom Welternährungsprogramm (WFP), die Ernährungssicherheit von über vier Millionen Menschen. Durch die Revitalisierung von 335 000 Hektar Land wurden Boden- und Vegetationsbedingungen in 75 % der überwachten Standorte verbessert und der Bedarf an humanitärer Hilfe um etwa 11 % reduziert. Das Ziel für 2030 umfasst die Wiederherstellung von 470 000 Hektar, die Förderung der Biodiversität und die Bindung von bis zu 20 Millionen Tonnen CO₂.
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