Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR hat am 17. Februar 2026 zusammen mit 123 Partnern einen Hilfsaufruf in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar gestartet, um die humanitäre Lage von Millionen Menschen zu lindern, die aufgrund des seit April 2023 andauernden Krieges in Sudan ihre Heimat verlassen mussten.

Finanzierungsbedarf und Zielsetzung

Der 2026 Sudan Regional Refugee Response Plan (RRRP) soll in diesem Jahr lebensrettende Hilfe für 5,9 Millionen Menschen in den sieben Nachbarländern bereitstellen. Der Plan legt besonderen Fokus auf rund 470 000 neue Flüchtlinge, die voraussichtlich in die jeweiligen Aufnahmeländer gelangen, sowie auf Tausende, die in Grenzgebieten verbleiben und bislang nur minimale Unterstützung erhalten haben.

Betroffene Länder und Flüchtlingszahlen

Die sieben Länder – Zentralafrikanische Republik, Tschad, Ägypten, Äthiopien, Libyen, Südsudan und Uganda – stehen im Zentrum der Hilfsmaßnahmen. Insgesamt befinden sich etwa 4,3 Millionen sudanesische Flüchtlinge in der Region, wobei die meisten in Ägypten und im östlichen Tschad untergebracht sind.

Herausforderungen vor Ort

Seit Ausbruch des Konflikts sind grundlegende Dienstleistungen zusammengebrochen und der humanitäre Zugang bleibt in vielen Gebieten eingeschränkt. Aufgrund von Finanzierungsrückgängen musste UNHCR zwei von drei Registrierungszentren schließen, wodurch der Zugang zu Schutz‑ und Unterstützungsdiensten erschwert wird. Die durchschnittliche monatliche Finanzierung pro Flüchtling sank von 11 Dollar auf 4 Dollar.

Auswirkungen auf Aufnahmeländer

Ägypten beherbergt derzeit 1,4 Millionen sudanesische Flüchtlinge, während im östlichen Tschad über 71 000 Flüchtlingsfamilien keine Wohnungsunterstützung erhalten haben. In Uganda sind Kliniken geschlossen und wichtige Ernährungsprogramme ausgesetzt, was das Risiko von Krankheitsausbrüchen erhöht. Insgesamt warten rund 234 000 Menschen auf Umsiedlung und leben in prekären Grenzlagern.

Ausblick und weitere Maßnahmen

UNHCR betont, dass der Plan 2026 weiterhin grundlegende Dienste wie Nahrung, Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Schutz für Neuankömmlinge und besonders verletzliche Flüchtlinge sicherstellen wird. Gleichzeitig warnt der Regionaldirektor vor einer wachsenden Kluft zwischen steigenden Bedürfnissen und schrumpfenden Ressourcen, die sowohl die Notfall‑ als auch die mittelfristigen Lösungsansätze gefährden könnte. Die Organisation ruft die internationale Gemeinschaft zu verstärkter finanzieller Unterstützung auf, um die anhaltende Unterfinanzierung zu beheben.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.

Privacy Protocol

Wir verwenden CleanNet Technology für maximale Datensouveränität. Alle Ressourcen werden lokal von unseren gesicherten deutschen Servern geladen. Ihre IP-Adresse verlässt niemals unsere Infrastruktur. Wir verwenden ausschließlich technisch notwendige Cookies.
Für Cookies die über das CleanNet hinausgehen, bitte 3. Cookies aktivieren, ansonsten wird alles standardmäßig blockiert. Für mehr Infos die Datenschutzseite lesen.

Core SystemsTechnisch notwendig
External Media (3.Cookies)Maps, Video Streams,Google Analytics etc.
Analytics (Lokal mit Matomo)Anonyme Metriken
Datenschutz lesen