International: UNICEF meldet 300 kinder Todesfälle in Gaza seit Beginn des Waffenstillstands
Kinderverlust seit Waffenstillstand
UNICEF hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass seit dem 10. Oktober 2025, dem Tag des vereinbarten Waffenstillstands zwischen Hamas und der israelischen Armee, mindestens 300 Kinder in Gaza ums Leben gekommen sind – das entspricht einem Kind pro Tag.
Humanitäre Lage
Die Vereinten Nationen berichten, dass die betroffene Bevölkerung nun in etwa einem Drittel des Gazastreifens lebt, umgeben von Trümmern, unbeseitigten Abfällen und zerstörter Infrastruktur.
Reaktion der UN-Organisationen
Edouard Beigbeder, Regionaldirektor von UNICEF für den Nahen Osten und Nordafrika, erklärte, dass ein Waffenstillstand, der täglich ein Kindleben kostet, die Bedürfnisse von Kindern nicht erfülle. Er forderte ein sofortiges Ende der Gewalt, den ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe und die Wiedereröffnung von Krankenhäusern.
Louise Wateridge, Sprecherin von UNICEF, wies zudem auf einen Anstieg frühzeitiger Geburten und kritische Zustände in den wenigen noch funktionierenden Intensivstationen hin. Sie betonte, dass das aktuelle Versorgungssystem nicht ausreiche, um die überlebenswichtigen Bedürfnisse von Neugeborenen zu decken.
OCHA‑Bericht zu Opfern
Das UN‑Hilfskoordinationsbüro (OCHA) nannte seit dem Waffenstillstand 1.209 getötete Personen und 3.943 Verletzte, basierend auf Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden.
Schäden an medizinischer Versorgung
Nach einem Luftangriff auf ein medizinisches Lager neben dem Al‑Aqsa‑Krankenhaus in Deir al‑Balah berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass wichtige medizinische Vorräte zerstört wurden, darunter Lieferungen, die von der WHO selbst bereitgestellt worden waren.
Hilfsmaßnahmen vor Ort
OCHA setzte die Verbesserung von rund 3.000 provisorischen Unterkünften fort und verteilte Notfallausrüstung an 9.000 Haushalte. UNICEF lieferte über 600 Paletten mit Spielzeug, Schulmaterial und Seife, um die bevorstehende Schulzeit zu unterstützen.
Bildungsangebote für Kinder
Mehr als 250.000 Vorschul‑ und Schulkinder nehmen an Sommerlernprogrammen teil, um einen gewissen Alltag und Lernfortschritt trotz der anhaltenden Unsicherheit zu ermöglichen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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