Ein neuer UNICEF‑Bericht vom 13. Juli 2026 weist darauf hin, dass rund 3,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren in Afghanistan einem erhöhten Risiko für Unterernährung ausgesetzt sind. Das Risiko steigt, weil die Ernährungssicherheit nachlässt, die Diäten einseitig sind und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen eingeschränkt bleibt, während die Hochsaison für lebensbedrohliche Wasting‑Fälle bevorsteht.
AusmaĂź und regionale Verteilung
Die Analyse zeigt, dass in 26 von 34 Provinzen die Situation im Vergleich zum Vorjahr 2025 schlechter geworden ist. In vielen Regionen verschärft sich die Krise bereits vor dem eigentlichen Höhepunkt der Wasting‑Saison, die von Juli bis September dauert.
Ursachen der Unterernährung
Laut UNICEF resultiert die Unterernährung aus einer Kombination von Nahrungsmittelknappheit, Krankheiten und unzureichender Wasser‑, Sanitär‑ und Hygieneinfrastruktur. Zusätzlich erschweren sinkende Impfraten und unzureichende Finanzierung die Bewältigung der Lage.
Besondere Betroffenheit von Kleinkindern
Kinder unter zwei Jahren tragen mit 83 % der Fälle von schwerer akuter Unterernährung und 77 % der Fälle von moderater akuter Unterernährung den größten Anteil. Diese Altersgruppe ist besonders anfällig, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.
Warnzeichen und Präventionsbedarf
UNICEF identifiziert frühe Warnsignale wie reduzierte Nahrungsmittelauswahl, ausgelassene Mahlzeiten und das Hungern von Kindern. Haushalte, die stark von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen sind, haben ein bis zu sechsmal höheres Risiko, dass ihre Kinder während der Hochsaison an Wasting erkranken.
Empfohlene MaĂźnahmen von UNICEF
Der Bericht fordert ein sofortiges Investment in Präventionsprogramme, insbesondere in das „First Foods Initiative“, das sich auf Kinder im Alter von sechs bis 23 Monaten konzentriert. Zusätzlich sollen präventive Ernährungsdienste ausgebaut und die Koordination von Grundversorgungsleistungen verbessert werden.
Aufruf zu finanzieller UnterstĂĽtzung
UNICEF betont, dass die Handlungsfrist schrumpft und ruft zu flexiblen, sofort verfügbaren Mitteln auf, um Familien zu erreichen, bevor die Krise weiter eskaliert. Ohne zusätzliche Ressourcen könnte die Zahl der stark unterernährten Kinder weiter ansteigen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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