UN: UNICEF warnt vor anhaltendem Hilfsbedarf nach verheerendem Hochwasser in Nepal
Sechs Wochen nach dem tödlichen Hochwasser in Nepal fordert das Kinderhilfswerk UNICEF weiterhin massive humanitäre Unterstützung, nachdem mindestens 1.400 Menschen, darunter 84 Kinder, ums Leben kamen und rund 5.300 Personen noch vermisst werden.
Ausmaß der Katastrophe
Im August brach ein massiver Gletscher‑ und Felssturz in die Flüsse Bhotekoshi, Upper Trishuli und Narayani‑Gandak ein, wodurch ein gewaltiger Strom aus Wasser, Eis und Geröll entstand, der Brücken und Häuser zerstörte.
Persönliche Schicksale
Der UNICEF‑Sprecher James Elder erzählte von der 16‑jährigen Sahara, deren Mutter im Flutwasser ertrank. „Es ist nicht schön, ohne Mutter zu leben“, sagte sie unter Tränen.
Humanitäre Lage
In den am stärksten betroffenen Ortschaften herrscht ein Bild, das an Kriegsschauplätze erinnert. Die International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC) berichtet, dass Lufttransporte weiterhin lebenswichtige Hilfsgüter in abgelegene Gebiete bringen, während Straßen und Kommunikationsnetze nur langsam wiederhergestellt werden.
Klimatische Hintergründe
Elder betonte, dass die Himalaya‑Region etwa doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt. Nepal trage nur 0,1 % der weltweiten Treibhausgasemissionen, sei jedoch besonders anfällig für Klimarisiken.
Unterstützungsbedarf von Familien
Familien wie Shushila und ihr Mann Jivan, deren Haus von mehr als zwei Metern hohem Wasser überflutet wurde, erhalten von UNICEF finanzielle Hilfe, um Grundbedarf für ihre Kinder zu decken.
Aussichten und internationale Verantwortung
Vor dem UN‑Klima‑Kongress COP31 in Antalya fordert UNICEF, dass zugesagte Unterstützungszusagen rasch in konkrete Hilfe für betroffene Familien umgesetzt werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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