Am 16. Januar 2026 erklärte der UN‑Kinderhilfswerk (UNICEF) Vertreter Munir Mammadzade in Genf, dass zahlreiche Familien in der Ukraine aufgrund anhaltender russischer Angriffe auf das Stromnetz und stark sinkender Temperaturen in einer permanenten Überlebenssituation leben.
Energieinfrastruktur und Stromausfälle
Angriffe auf Energieanlagen in den Regionen Saporischschja und Charkiw haben in mehreren Städten Stromausfälle von bis zu mehreren Tagen verursacht. Besonders betroffen sind Mehrfamilienhäuser, in denen Bewohner über Tage ohne Heizung und Beleuchtung auskommen müssen.
Kälte und gesundheitliche Risiken
In Kiew wurden Temperaturen von –15 °C gemessen. UNICEF warnte, dass Neugeborene und Säuglinge bei solchen Bedingungen schnell Körperwärme verlieren und ein erhöhtes Risiko für Unterkühlung sowie Atemwegserkrankungen besteht.
Humanitäre Maßnahmen
Die Behörde unterstützt die Einrichtung großer mobiler Zelte, in denen Familien Wärme, warme Mahlzeiten, Auflademöglichkeiten für Geräte und psychologische Betreuung erhalten können. In den Zelten werden zudem Spiele und Spielzeug bereitgestellt, um die psychische Belastung von Kindern zu mindern.
Betroffene Familien im Fokus
Ein Beispiel ist die Kiewer Bewohnerin Svitlana, die mit ihrer dreijährigen Tochter im zehnten Stock eines Gebäudes lebt. Sie berichtete, dass seit über einer Woche weder Strom noch Heizung vorhanden seien und sie gezwungen sei, mehrere Kleidungsschichten zu tragen, um die Kälte zu überstehen.
Statistiken und Ausblick
UNICEF verzeichnete im Jahr 2025 einen Anstieg der verifizierten Kinderopfer um 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Behörde fordert nun verstärkte humanitäre Unterstützung, um die anhaltende Notlage von Familien und Kindern zu lindern.
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